
Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin
Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

Warum stehen auf Mineralwasser mehr Verbraucher-Infos als auf Wein?
Alkoholpolitik aktuell
Gesundheit gehört ins Grundgesetz

Deutschland steht vor einer strukturellen Gesundheitskrise. Nicht übertragbare und lebensstilbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes Typ 2, Krebs oder psychische Erkrankungen verursachen hohe Sterblichkeit, wachsende Krankheitslast und erhebliche volkswirtschaftliche Schäden. Gleichzeitig steigen die Gesundheitsausgaben kontinuierlich, während Prävention im Verhältnis nur einen geringen Anteil der Mittel erhält. Das System reagiert überwiegend kurativ statt präventiv.
Wissenschaftler*innen prangern gesundheitsschädliche Unternehmen an, die den Anstieg chronischer Krankheiten vorantreiben

Alkohol ist eines von fünf kommerziellen Produkten, die für 31 % aller Todesfälle weltweit pro Jahr verantwortlich sind – so das Ergebnis einer bedeutenden neuen Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Darin wird die Alkoholindustrie in einen breiteren Zusammenhang gestellt, in dem Unternehmen systematisch die Wissenschaft und die Politikgestaltung im Bereich der öffentlichen Gesundheit untergraben.
Allianz für Alkoholprävention fordert endlich Handeln zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums

Mit dem Papier »Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums« wenden sich heute über 20 Organisationen an die Entscheidungsträger*innen des Bundestags. So ist ein breites Bündnis aus Fachorganisationen entstanden, das einen besseren Schutz der Bevölkerung vor alkoholbedingten Schäden fordert.
Die Expansion der Alkoholindustrie im Globalen Süden unter der Lupe

Karte KI-generiert
Politiker*innen bestechen. Die Alkoholpolitik der Regierungen selbst bestimmen. Kinder mit billigen Einwegbeuteln und Miniflaschen ansprechen. Wanderarbeiter*innen unter Bedingungen ausbeuten, die als moderne Sklaverei bezeichnet werden. Das ist die Alkoholindustrie im Globalen Süden.
Während die Märkte in den wohlhabenderen Ländern stagnieren, investieren Giganten wie Diageo, AB InBev und Heineken Milliarden in Afrika, Asien und Lateinamerika – und erzielen dabei enorme Gewinne, während sie Sucht, geschlechtsspezifische Gewalt und vermeidbare Todesfälle hinterlassen. Über 95 % des Wertes der großen Alkoholkonzerne liegen in Europa und den USA. Das Geld fließt ab. Der Schaden bleibt.
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Schluss mit der Subventionierung der Suchtmittelindustrien

Die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (dgkjp) sowie sechs Suchtfachverbände fordern den Gesetzgeber dazu auf, die Regulierung von Werbung sowie die Besteuerung von Suchtmitteln und Glücksspiel an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen.
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Prävention ist keine freiwillige Aufgabe – sie ist staatliche Pflicht

Eine starke Partner-Allianz aus Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft fordert die Stärkung der Prävention und Public Health in Deutschland. Die Kernbotschaft: Die Bundesregierung muss Prävention und Public Health endlich zur tragenden Säule der Gesundheitspolitik machen. Gesundheit muss in allen Politikbereichen mitgedacht und evidenzbasiert gestaltet werden. Jetzt ist politisches Handeln gefragt: wissenschaftlich fundiert, systematisch gesteuert und konsequent umgesetzt.
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Alkoholindustrie 2025: Neuer Bericht enthüllt koordinierte Einmischungsmuster in Politik, Märkten und öffentlicher Debatte

Der Bericht »The Big Alcohol Exposed Report 2025« dokumentiert, wie kommerzieller Druck die Alkoholindustrie dazu veranlasste, ihre Lobbyarbeit, Narrativkontrolle und digitale Werbung weltweit zu intensivieren. Basierend auf 1.300 dokumentierten Fällen und 77 unabhängigen Studien deckt er ein globales System der Einflussnahme auf, das trotz starker öffentlicher Unterstützung eine evidenzbasierte Alkoholpolitik behindert. Durch die Aufdeckung dieses Systems entsteht Raum für entschlossene Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, der Gerechtigkeit und der demokratischen Politikgestaltung.
WHO fordert bessere Steuern auf ungesunde Produkte wie zuckerhaltige Getränke und Alkohol

Aufgrund der in den meisten Ländern konstant niedrigen Steuersätze werden zuckerhaltige und alkoholische Getränke immer billiger. Das hat insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen fatale Folgen: Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und Verletzungen.
Den Widerstand der Alkoholindustrie gegen Alkoholsteuern überwinden

Um ihre Gewinne zu schützen, lehnt die Alkoholindustrie Alkoholsteuern aggressiv ab und nutzt irreführende Behauptungen sowie politische Einflussnahme, um wirksame Maßnahmen zu blockieren oder zu schwächen. Movendis neuer Bericht »Countering Alcohol Industry Opposition to Alcohol Taxes« (Bekämpfung des Widerstands der Alkoholindustrie gegen Alkoholsteuern) deckt die Taktiken der Industrie auf, widerlegt ihre gängigsten Argumente und liefert Befürworter*innen evidenzbasierte Gegenargumente. Durch die Entlarvung der Mythen der Alkoholindustrie unterstützt die neue Ressource von Movendi die Bemühungen, die Alkoholsteuer als wirksames Instrument zur Rettung von Menschenleben, zur Verringerung alkoholbedingter Schäden und zur Finanzierung wichtiger öffentlicher Dienstleistungen voranzutreiben.
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In Sachen Alkoholpolitik liegt Deutschland auf den hintersten Rängen

In puncto Alkoholpolitik ist Deutschland eines der Schlusslichter in Europa. Niedrige Steuern, ständige Verfügbarkeit und allgegenwärtige Werbung machen Alkohol hierzulande besonders attraktiv. Wie sich der Konsum von Alkohol wirksam eindämmen lässt, zeigen Norwegen, Finnland, Schweden sowie Litauen.
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Lebenslange Belastung: 840 Millionen Frauen waren Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder sexualisierter Gewalt

Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor eine der hartnäckigsten und am wenigsten beachteten Menschenrechtskrisen weltweit. Wie aus einem heute veröffentlichten wegweisenden Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihrer UN-Partner hervorgeht, wurden in den letzten zwei Jahrzehnten nur sehr geringe Fortschritte erzielt.
Europäische Erklärung zur Verringerung der Schäden durch Tabak, Nikotin, Alkohol und ungesunde Lebensmittel

Auf der Abschlusskonferenz des FILTERED-Projekts, die am 3. und 4. November 2025 in Brüssel stattfand, wurde die Europäische Erklärung zur Reduzierung der Schäden durch Tabak, Nikotin, Alkohol und ungesunde Lebensmittel verabschiedet. Diese wurde von der European Alcohol Policy Alliance (Eurocare) zusammen mit dem FILTERED-Projekt und den assoziierten Partnern unterstützt:
Weltkongress von Movendi International
Bild von Tiia Monto, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Das höchste Entscheidungsgremium von Movendi International wird vom 2. bis 7. Oktober 2026 zu seiner 71. Sitzung in Kranjska Gora, Slowenien, zusammentreten.
Dieser Kongress wird die Stimmen der Menschen und Gemeinschaften, die von den Schäden des Alkohols betroffen sind, verstärken und sicherstellen, dass sie in Debatten über Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden Gehör finden.
Alkoholprävention ist mehr als nur Gesundheitspolitik – sie ist ein Weg zu Fairness, Gleichheit und Würde. Was wir in Slowenien voneinander lernen, gemeinsam entscheiden und gestalten, wird auf allen Kontinenten Widerhall finden und die Bewegung für Gerechtigkeit, Demokratie und Menschenrechte stärken.
Europäische Gesundheitsallianz gegen Alkohol gegründet, um die inakzeptablen Folgen des Alkoholkonsums in Europa zu verringern

In Europa wird von allen WHO-Regionen am meisten Alkohol konsumiert. Dieser Alkoholkonsum führt in der Europäischen Region zu einer erheblichen Verringerung der Lebenserwartung, insbesondere bei Männern. Alkohol ist für mehr als 80 Todesfälle pro Stunde verantwortlich, das sind etwa 800 000 Todesfälle pro Jahr.
Neue Empfehlungen der Gesellschaft für Ernährung zum Alkoholkonsum

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in einer neuen Stellungnahme ihre bisherigen Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol ersetzt. Sie folgt damit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die zeigen, dass es keine gesundheitlich sichere Menge an Alkohol gibt, die einen unbedenklichen Konsum ermöglicht. Die DGE empfiehlt daher, auf alkoholische Getränke zu verzichten. Wer dennoch alkoholische Getränke zu sich nimmt, sollte vor allem hohe Alkoholmengen vermeiden. Dies gilt insbesondere für junge Menschen. Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten generell alkoholfrei leben.
In einem Sonderdruck der »Ernährungs-Umschau« mit dem etwas gestelzten Titel »Alkohol-Zufuhr in Deutschland, gesundheitliche sowie soziale Folgen und Ableitung von Handlungsempfehlungen« möchte die DGE nicht nur Handlungsempfehlungen für das individuelle Alkoholkonsumverhalten geben, sondern auch Hinweise für gesundheitspolitische Maßnahmen, die zur Minimierung gesundheitlicher Schäden in der Bevölkerung beitragen.
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Sucht-Selbsthilfe fordert neue Regelungen zum Umgang mit Alkohol in Deutschland

Die in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zusammengeschlossenen, bundesweit tätigen Verbände der Sucht-Selbsthilfe
- Blaues Kreuz in Deutschland e. V.,
- Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche Bundesverband e. V.,
- Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe – Bundesverband e. V.,
- Guttempler in Deutschland e. V. und
- Kreuzbund e. V.
begleiten mit einer Vielzahl an niedrigschwelligen Hilfeangeboten Menschen auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben. Vor, während und nach professioneller therapeutischer und medizinischer Hilfe sowie unabhängig davon, können die Betroffenen von diesen Möglichkeiten profitieren.
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Neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol

Das Wissenschaftliche Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol herausgegeben. Bisher galt für gesunde Menschen eine maximale Trinkmenge von 24 Gramm Reinalkohol pro Tag bei Männern und 12 Gramm bei Frauen als »risikoarmer Konsum«.
Die sieben Schlüsselbotschaften der Alkoholindustrie

Wann immer von »Alkoholmissbrauch« oder »verantwortungsvollem Alkoholkonsum« die Rede ist, hat die Alkoholindustrie den Text verfasst – entweder unmittelbar oder über ihre zahlreichen Lobbygruppen – und diese sind nicht allein die Zusammenschlüsse der Produzenten, sondern umfassen auch all jene, die vom Alkoholhandel profitieren: von der Gastronomie, Kulturstätten, Sportverbänden bis hin zu den Medien.
Damit richtet die Branche erfolgreich den Scheinwerfer auf die Konsument:innen und weg von der Schädlichkeit ihrer Produkte. Menschen, die gesundheitliche Probleme durch ihren Alkoholkonsum bekommen, sind nach dieser Lesart entweder ahnungs- oder verantwortungslos – also selbst schuld.
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