Blick auf ein Autobahnkreuz aus der Vogelperspektive
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Alkohol am Steuer ist nach wie vor eine Hauptursache für Verkehrsunfälle. Zwar sind Alkoholunfälle, das heißt Unfälle, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss steht, in den letzten 30 Jahren fast kontinuierlich gesunken, jedoch kamen auch im Jahr 2018 244 Menschen in Deutschland durch Unfälle ums Leben, bei denen Alkohol im Spiel war. Trotz des Rückgangs sterben in Deutschland immer noch circa 7,5 % derjenigen, die einem Verkehrsunfall zum Opfer fallen, an den Folgen eines Alkoholunfalls – das ist jeder dreizehnte Unfalltote. Während bei allen Unfällen mit Personenschaden 11 Getötete und 220 Schwerverletzte auf 1.000 Unfälle kamen, waren es bei Alkoholunfällen 18 Getötete und 333 Schwerverletzte je 1.000 Unfälle. Die Todesfälle bei Alkoholunfällen betreffen zu einem großen Teil Menschen, die selbst keinen Alkohol getrunken haben.

Mann am Lenkrad einen Personenkraftwagens

Die European Alcohol Policy Alliance (Eurocare) begrüßt Alkohol-Wegfahrsperren (Interlocks) zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, indem sie Fahrer*innen daran hindern, mit Alkoholkonzentrationen über bestimmten Grenzwerten zu fahren. Leider sind diese Vorrichtungen in der EU nicht verpflichtend, können aber in Fahrzeugen nachgerüstet werden. Dieser Einbau sollte erleichtert werden, indem die Fahrzeughersteller dazu verpflichtet werden, entweder einen genormten Stecker oder ein klares Dokument mit den notwendigen Anleitungen für den Einbau zur Verfügung zu stellen.

Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit aus. Die körperlichen und psychischen Reaktionen auf Alkohol sind bei jedem Menschen graduell unterschiedlich. Sie hängen ab von der Höhe der Alkoholkonzentration im Blut, der Zeitspanne, innerhalb derer Alkohol getrunken wurde, dem Körpergewicht, der Magenfüllung sowie der körperlichen Konstitution und Verfassung. Die Gefahrenschwelle beginnt bereits bei 0,2 bis 0,3 Promille. Der Gesetzgeber hat den Gefahrengrenzwert für relative Fahruntüchtigkeit auf 0,5 Promille festgelegt. Bei 1,1 Promille liegt der Grenzwert für die absolute Fahrunsicherheit.