Broschüre "Die sieben Schlüsselbotschaften der Alkoholindustrie" vor gestapelten Bierfässern

Wann immer von »Alkoholmissbrauch« oder »verantwortungsvollem Alkoholkonsum« die Rede ist, hat die Alkoholindustrie den Text verfasst – entweder unmittelbar oder über ihre zahlreichen Lobbygruppen – und diese sind nicht allein die Zusammenschlüsse der Produzenten, sondern umfassen auch all jene, die vom Alkoholhandel profitieren: von der Gastronomie, Kulturstätten, Sportverbänden bis hin zu den Medien.

Damit richtet die Branche erfolgreich den Scheinwerfer auf die Konsument:innen und weg von der Schädlichkeit ihrer Produkte. Menschen, die gesundheitliche Probleme durch ihren Alkoholkonsum bekommen, sind nach dieser Lesart entweder ahnungs- oder verantwortungslos – also selbst schuld.

Frau liest auf dem Boden liegend ihr TabletBild von Wokandapix auf Pixabay

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Burkhard BlienertVon Blienert - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62589611

Neuer Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen ist Burkhard Blienert. Das hat am 12. Januar 2022 das Kabinett beschlossen und damit dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministers Prof. Dr. Karl Lauterbach zugestimmt. Auch die Amtsbezeichnung von ehemals »Drogenbeauftragter der Bundesregierung« hat sich mit Antritt des neuen Beauftragten geändert.

Frau tippt sich zweifelnd an die Stirn

Die größte Stärke dieser Studie ist, dass sie die erste unabhängige Bewertung der Wirksamkeit von Fehlinformationen der Industrie ist, mit direkten Vergleichen über eine Reihe von Branchen, die die öffentliche Gesundheit beeinflussen. Die Studie zeigt auch, dass die Auswirkungen von Fehlinformationen der Industrie auf die Unsicherheit nun direkt und experimentell nachgewiesen wurden, im Gegensatz zu den Schlussfolgerungen (zum Beispiel aus Dokumenten der Industrie).