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Wissenschaft vor Interessenkonflikten schützen
- von Frank Lindemann

Industrien, deren Geschäftsmodell auf der Vermarktung von Produkten beruht, die abhängig machen oder die Gesundheit schädigen, beeinflussen Forschung, Evidenzbildung und Gesundheitspolitik. Dazu zählen die Tabak- und Nikotinindustrie, die Alkohol- und Cannabisunternehmen sowie die Glücksspiel- und Sportwettenanbieter. Ihre Strategien reichen von industriefinanzierter Forschung über Sponsoring bis zu PR-Kampagnen und Lobbying. Dies führt zu systematischen Interessenkonflikten, die die wissenschaftliche Integrität und Glaubwürdigkeit gefährden.
Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat einen Kodex für den Umgang von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit diesen Industrien formuliert. Dieser fordert die grundsätzliche Ablehnung von Geld- und Sachzuwendungen sowie von wechselseitigen Gegenleistungen. Darüber hinaus spricht er sich für die Vermeidung von Kooperationen mit von der Industrie unterstützten Personen und Organisationen sowie für die konsequente Offenlegung aller relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Interessenkonflikte der vergangenen fünf Jahre aus. Dieser Kodex wird von folgenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften unterstützt:
Alkohol in der Schwangerschaft trifft die ganze Gesellschaft
- von Frank Lindemann

Die AOK Baden-Württemberg hat die Lebenszeitkosten von Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) für Baden-Württemberg erstmals wissenschaftlich unabhängig ermitteln lassen. Im Rahmen einer Hochrechnung ergeben sich für einen einzigen Geburtsjahrgang Gesamtkosten von bis zu 53,1 Milliarden Euro. Die Ergebnisse beruhen auf fundierten Schätzungen der Lebenszeitkosten und unterstreichen die Bedeutung frühzeitiger Prävention bereits vor und während der Schwangerschaft.
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Alkohol kann Krebs verursachen, doch nur sehr wenige Patient*innen werden nach ihrem Alkoholkonsum gefragt
- von Frank Lindemann

Nur 15 % der Menschen in der Europäischen Union wissen, dass Alkohol Brustkrebs verursachen kann, obwohl Alkohol ein nachgewiesener Risikofaktor ist.
Um diese Wissenslücke zu schließen, startet das Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des Monats der Brustkrebsaufklärung eine neue digitale Plattform mit integriertem KI-Assistenten. Diese gibt Fachkräften im Gesundheitswesen die notwendigen Hilfsmittel an die Hand, um mit ihren Patient*innen über Alkohol und das Krebsrisiko zu sprechen. Die WHO ruft außerdem dazu auf, den Dialog über Alkohol und Gesundheit zu verbessern, damit die gesammelten Erkenntnisse zu einem gesünderen Leben beitragen können.
Gemeinsam schaffen wir den Wandel: Meine Vision für unsere Bewegung
- von Juliet Namukasa

Die neu gewählte internationale Präsidentin Juliet Namukasa stellt ihre Vision für die nächsten vier Jahre bei Movendi International vor, die auf drei Jahrzehnten der Arbeit mit jungen Menschen in Uganda und darüber hinaus basiert.
Sie dankt Kristina Šperková für die Grundlagen, die diese mitgeschaffen hat, und beschreibt, wie die alkoholbedingten Schäden, die Alkoholkonzerne anrichten – in den Familien, im Straßenverkehr und im öffentlichen Raum –, der Beseitigung der Armut und der Entwicklung für alle im Wege stehen.
Auf der Grundlage der Strategischen Roadmap 2027 – 2030 legt sie zwei Schwerpunkte fest und lädt Mitglieder, Partner*innen und Freund*innen zur Mitwirkung ein.
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