Fassade der EU-Kommission mit EU-Flaggen davor.

Eine Koalition aus 18 Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens hat beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine Beschwerde eingereicht und dabei Bedenken geäußert, dass die Europäische Kommission den Interessen der Industrie eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der neuen EU-Weinpolitik eingeräumt habe, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Die Koalition vereint Gesundheits-, Patienten- und zivilgesellschaftliche Gruppen aus ganz Europa.

Ein stark beschädigtes dunkles Auto mit zerstörter Front steht am Straßenrand und ist mit rot-weißem Absperrband markiert. Im Hintergrund sind weitere Fahrzeuge auf einer Straße zu sehen.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) hat sich für eine Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr ausgesprochen, weil niemand zuverlässig einschätzen könne, wann der geltende Grenzwert von 0,5 Promille erreicht ist und wie Alkohol individuell wirkt. Er plädiert dafür, nur mit 0,0 Promille am Straßenverkehr teilzunehmen.

KI-generierte Nahaufnahme eines Glases Weißwein mit dem Warnhinweis 'WARNUNG: Alkohol verursacht Krebs'. Das Glas steht auf einem hölzernen Tisch neben Dokumenten und einem Wasserglas. Im unscharfen Hintergrund ist ein offizieller Sitzungssaal mit Personen in Anzügen und EU-Flaggen zu erkennen.Foto KI-generiert

Die Debatte über die Kennzeichnung von Alkohol ist wieder in den Mittelpunkt der EU-Krebsbekämpfungspolitik gerückt, nachdem der Ausschuss für öffentliche Gesundheit des Europäischen Parlaments am 23. März 2026 einen neuen Berichtsentwurf zur Umsetzung des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung veröffentlicht hat. In dem Text bedauert der Ausschuss die begrenzten Fortschritte bei der Einführung verbindlicher Zutatenlisten und Gesundheitswarnungen auf alkoholischen Getränken und fordert die Europäische Kommission auf, »ohne weitere Verzögerung« Gesetzesvorschläge vorzulegen.

Werbegrafik für das DHS-Jahrbuch Sucht 2026: Links unscharf geblätterte Buchseiten, rechts das Jahrbuchcover mit der Nummer 26, DHS-Logo und unscharfer Menschenmenge im Hintergrund. Überlagerter Text: 'Suchtpolitik muss evidenzbasiert und frei von Ideologien sein.' Unten die Webadresse www.alkoholpolitik.de sowie Social-Media-Links.

Das »DHS-Jahrbuch SUCHT 2026«, herausgegeben von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), ist gestern erschienen. Es berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zur Medikamentenabhängigkeit und zum Suchtverhalten in Deutschland. Es enthält wissenschaftlich fundierte Zahlen, Daten und Fakten sowie Analysen und Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.