Regal mit alkoholischen Getränken
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Alkohol ist kein gewöhnliches Konsumgut. Für seinen Verkauf müssen strengere Maßstäbe gelten, der Zugang und die Verfügbarkeit darum beschränkt werden. Selbstbedienung darf für alkoholische Getränke nicht länger gelten.

Alkohol sollte nicht verkauft werden

  • außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten, sowie
  • aus Automaten,
  • in Tankstellen und Autobahnraststätten,
  • in Kiosken,
  • an Ausbildungsstätten,
  • in Krankenhäusern sowie
  • in allen Einrichtungen, in denen Bund, Länder und Kommunen Zeichen setzen können.

Am besten wäre mit Alkohol nur in gesonderten Geschäften und Verkaufsständen zu handeln. Hier kann eine Berechtigung zum Kauf wirkungsvoller als bisher kontrolliert werden. Eine Abgabe an Minderjährige darf auch weiterhin nicht stattfinden.

Retro-Neon-Schild eines Spirituosenladens: Rotes Hintergrundschild mit leuchtend orangen Neonröhren, die die 3D-Buchstaben LIQUOR in der ersten Zeile und STORE in der zweiten Zeile umrahmen, im klassischen US-amerikanischen Ladenstil.

Weltweit ist Alkoholkonsum ein führender Risikofaktor für Gesundheitsprobleme, Behinderungen und vorzeitigen Tod. Neben übergeordneten Determinanten wie der Erschwinglichkeit und Akzeptanz von Alkohol werden Alkoholkonsum und damit verbundene alkoholbedingte Schäden auch durch dessen Verfügbarkeit beeinflusst.

Gemeinden mit einer höheren Dichte an Alkoholverkaufsstellen weisen tendenziell höhere Raten bei Alkoholkonsum, Gewaltkriminalität, sexuell übertragbaren Infektionen, Suiziden, alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen sowie Verkehrsunfällen auf.

Moderne Holzskulptur des Trojanischen Pferdes steht vor einem klassischen Tempel mit Säulen bei sonnigem blauem Himmel. Auf seinem Rumpf sind drei Schilder mit der Aufrschrift '0,0' angebracht.

Wenn die Alkoholindustrie über ihre alkoholfreien Produkte spricht, zeigt sich eine auffällige Doppelmoral: In der Öffentlichkeit präsentieren die Alkoholkonzerne diese Produkte als Mittel für »Mäßigung« und »verantwortungsvollen« Konsum, während Führungskräfte der Alkoholindustrie in brancheninternen Kanälen die Wahrheit sagen und diese Produkte als Instrumente zur Erweiterung des Alkoholmarktes und zur Erschließung neuer Konsumgelegenheiten beschreiben. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die im »Journal of Public Health Policy« veröffentlicht wurde.

Eine majestätische Eislandschaft mit großen Eisbergen und Gletschern, die in einem tiefblauen Gewässer schwimmen. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge und Wolken zu sehen.

Die nordischen Alkoholmonopole, Geschäfte, die das ausschließliche Recht zum Verkauf der meisten alkoholischen Getränke in Finnland, Island, Norwegen, Schweden und auf den Färöern besitzen, haben zu einem relativ geringen Alkoholkonsum und einer Verringerung alkoholbedingter Schäden in den nordischen Ländern beigetragen. Dieser Teil Europas ist seit jeher für schädliche Alkoholkonsummuster und damit verbundene hohe Schäden bekannt.