Produktion und Handel
Alkohol ist kein gewöhnliches Konsumgut. Für seinen Verkauf müssen strengere Maßstäbe gelten, der Zugang und die Verfügbarkeit darum beschränkt werden. Selbstbedienung darf für alkoholische Getränke nicht länger gelten.
Alkohol sollte nicht verkauft werden
- außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten, sowie
- aus Automaten,
- in Tankstellen und Autobahnraststätten,
- in Kiosken,
- an Ausbildungsstätten,
- in Krankenhäusern sowie
- in allen Einrichtungen, in denen Bund, Länder und Kommunen Zeichen setzen können.
Am besten wäre mit Alkohol nur in gesonderten Geschäften und Verkaufsständen zu handeln. Hier kann eine Berechtigung zum Kauf wirkungsvoller als bisher kontrolliert werden. Eine Abgabe an Minderjährige darf auch weiterhin nicht stattfinden.
Begrenzung von Alkoholverkaufsstellen in Kanada und den USA
- von Frank Lindemann

Weltweit ist Alkoholkonsum ein führender Risikofaktor für Gesundheitsprobleme, Behinderungen und vorzeitigen Tod. Neben übergeordneten Determinanten wie der Erschwinglichkeit und Akzeptanz von Alkohol werden Alkoholkonsum und damit verbundene alkoholbedingte Schäden auch durch dessen Verfügbarkeit beeinflusst.
Gemeinden mit einer höheren Dichte an Alkoholverkaufsstellen weisen tendenziell höhere Raten bei Alkoholkonsum, Gewaltkriminalität, sexuell übertragbaren Infektionen, Suiziden, alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfällen sowie Verkehrsunfällen auf.
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Nordische Alkoholmonopole reduzieren Alkoholkonsum und Schäden
- von Frank Lindemann

Die nordischen Alkoholmonopole, Geschäfte, die das ausschließliche Recht zum Verkauf der meisten alkoholischen Getränke in Finnland, Island, Norwegen, Schweden und auf den Färöern besitzen, haben zu einem relativ geringen Alkoholkonsum und einer Verringerung alkoholbedingter Schäden in den nordischen Ländern beigetragen. Dieser Teil Europas ist seit jeher für schädliche Alkoholkonsummuster und damit verbundene hohe Schäden bekannt.
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Unter Alkoholeinfluss: Wie die Industrie über ihre Lobbyverbände Politik bestimmt
- von Frank Lindemann

Es ist inzwischen erwiesen, dass die Alkoholindustrie versucht, gesundheitspolitische Maßnahmen zu behindern, die die Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit oder Vermarktung von Alkohol beeinträchtigen könnten.
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