Nachrichten aus Europa
Estland plant eine Erhöhung der Alkoholsteuern, um die Bevölkerung besser vor alkoholbedingten Schäden zu schützen
- von Frank Lindemann

Der estnische Präventionsrat hat einen strategischen Rahmen bis zum Jahr 2035 vorgestellt, um dem steigenden Alkoholkonsum und den damit verbundenen Schäden entgegenzuwirken, die im Jahr 2024 einen Wert von 10,7 Litern pro Person erreichten.
Die Strategie sieht schrittweise Erhöhungen der Verbrauchsteuer vor, verbunden mit vernünftigen Beschränkungen der physischen Verfügbarkeit, wie beispielsweise kürzeren Verkaufszeiten im Einzelhandel.
Durch die Kombination von Erhöhungen der Alkoholsteuer mit verbindlichen Warnhinweisen zu Krebsrisiken in der Werbung und der Ausweitung alkoholfreier Bereiche will Estland alkoholbedingte Schäden verhindern und verringern sowie an frühere Erfolge im Bereich der öffentlichen Gesundheit anknüpfen, die durch evidenzbasierte Maßnahmen der Alkoholpolitik erzielt wurden.
Armenien erhöht Alkohol- und Tabaksteuern im Interesse der Bevölkerungsgesundheit
- von Frank Lindemann

Armenien hat ein Gesetz verabschiedet, das jährliche Erhöhungen der Alkohol- und Tabaksteuern vorsieht. Damit sollen der Konsum in der Bevölkerung gesenkt, Gesundheitsschäden verringert und öffentliche Dienstleistungen finanziert werden.
Die neue Richtlinie schreibt einen vorhersehbaren Zeitplan für Preiserhöhungen vor. Durch die Kombination einer solchen Indexierung mit einer gesundheitsorientierten Besteuerung möchte Armenien den Konsum schädlicher Produkte senken, erhebliche Einnahmen für das Gesundheitswesen und die Entwicklung generieren sowie gesündere Gemeinschaften fördern.
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Dieser Schaden ist vermeidbar
- von Frank Lindemann

»Dieser Schaden ist vermeidbar – wenn andere davon betroffen sind, brauchen wir auch gemeinsame Lösungen.«
Eine neue estnische Aufklärungskampagne mit dem Titel »Kui mõju jõuab teisteni« (»Wenn die Auswirkungen andere erreichen«) wurde ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt der alkoholbedingten Schäden zu lenken, der in der öffentlichen Diskussion oft außer Acht gelassen wird: die Schäden, die andere Menschen als die Konsumierenden selbst erleiden. Die Kampagne wird von der »Eesti tubaka- ja alkoholikahjude vähendamise koda« (ETAK) geleitet, dem estnischen Netzwerk, das sich für die Verringerung der durch Alkohol und Tabak verursachten gesundheitlichen und sozialen Schäden einsetzt.
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