Hände mit Smartphone, auf dem Gesundheitsapps angezeigt werden

Viele Menschen fragen sich, ob ihr Alkoholkonsum zu hoch sei und wünschen sich ihn zu reduzieren. Dabei können Smartphone-Apps helfen, haben schwedische Forscher:innen getestet. Über Werbeanzeigen suchten sie nach genau diesen Menschen und wählten über 2.000 Teilnehmer:innen aus, die sie in zwei Gruppen teilten: der einen Hälfte wurde eine neue App angeboten, die andere zunächst auf vorhandene Webseiten verwiesen.

Zwei Mädchen mit Smartphones

Eine vom schwedischen Alkoholmonopol Systembolaget in Auftrag gegebene und von C.A.N. durchgeführte Umfrage zeigt, wie schwedische Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren an Alkoholprodukte gelangen. Die Studie ergab, dass mehr als ein Viertel der befragten Jugendlichen in den sozialen Medien ein Angebot zum Kauf von Alkohol gesehen hat. Diese Jugendlichen sahen sogar noch mehr Werbung für Alkohol, trotz des bestehenden Alkoholwerbeverbots in Schweden.

Die Studie zeigt, wie sehr die Alkoholindustrie mit Hilfe der sozialen Medien die Gesundheit junger Menschen gefährdet.

Zwei Fährschiffe vor Küste
Bild von Ljusetitunneln auf Pixabay

In Finnland ist der Alkoholkonsum 2020 um 5,2 % zurückgegangen. Diese Verbesserung ist auf die von der Regierung ergriffenen COVID-19-Maßnahmen zur Verringerung der Verfügbarkeit von Alkohol und auf den reduzierten grenzüberschreitenden Handel mit Estland und Lettland zurückzuführen.

Doch der Nutzen für die öffentliche Gesundheit ist mit der Wiedereröffnung der Grenzen in Gefahr. Die Alkoholindustrie und die Fährgesellschaften warten darauf, dass die finnischen »Sauftouren« wieder aufgenommen werden, und schaffen Anreize für Großeinkäufe und starken Alkoholkonsum.