Geöffnete weiße Runddose mit Nicotinbeuteln (Snus-Pouches) darin und einige Beutel davor auf dunkler Marmoroberfläche. Der Deckel steht angelehnt dahinter.

Mit einem breiten Bündnis aus mehr als 60 Verbänden, Organisationen und Fachgesellschaften appelliert unsere Initiative »Kinder ohne Alkohol und Nikotin« an die Bundesregierung, das bestehende Verbot des Inverkehrbringens von Nikotinbeuteln in Deutschland beizubehalten und konsequent durchzusetzen. Eine Aufhebung dieses Verbots wäre aus Sicht des Jugend- und Gesundheitsschutzes das falsche Signal. Mit großer Sorge beobachten wir deshalb Bestrebungen, die eine Zulassung des Verkaufs von Nikotinbeuteln in Deutschland zum Ziel haben.

Collage: Links hält ein lächelndes Paar gemeinsam ein Ultraschallbild eines Babys in die Kamera; rechts stehen dunkle Bierflaschen in gelblichem Licht. In der Mitte ein rundes Porträt einer lächelnden Frau mit kurzen grauen Locken und grauem Pullover: Kristína Šperková, Präsidentin von Movendi International.

Kinder haben ein Recht darauf, vor vorhersehbaren und vermeidbaren Schäden geschützt zu werden, doch leben Millionen von Menschen mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) – einer Erkrankung, für deren Prävention den Regierungen bereits die Mittel zur Verfügung stehen.

In ihrer Kolumne zum Internationalen FASD-Tag erläutert Kristína Šperková, Präsidentin von Movendi International, warum FASD eines der deutlichsten Beispiele für die soziale Dimension alkoholbedingter Schäden ist und warum der Schutz von Kindern vor FASD eine Menschenrechtsfrage ist, die auf der Agenda jeder Regierung stehen sollte.

Außerdem deckt sie auf, wie die Alkoholindustrie den Kinderschutz behindert, indem sie Zweifel sät, bewährte politische Maßnahmen untergräbt und die Einführung von Warnhinweisen verzögert. Und Kristína skizziert eine Reihe von Maßnahmen, die Regierungen ergreifen sollten, um ihr Versprechen gegenüber jedem Kind einzuhalten.

Vier junge Menschen sitzen an einem Holztisch im Freien, lächeln und schauen gemeinsam auf ihre Smartphones.

Belgiens Ministerrat hat grünes Licht für einen Vorschlag von Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke gegeben, die Alkoholwerbung besser und strenger zu regulieren. Auf diese Weise schränkt Belgien die Konfrontation Minderjähriger mit Alkoholwerbung ein und verhindert, dass sich Jugendliche von Werbebotschaften zum Thema Alkohol angezogen fühlen. Darüber hinaus schränkt die Bundesregierung diese Werbung im Internet und in sozialen Medien bei Inhalten ein, die sich an Minderjährige richten. Außerdem wird Alkoholwerbung eine neue Gesundheitswarnung zum Alkoholkonsum enthalten.

Schwangere Frau in weißem Top wird von ihrem Partner von hinten umarmt. Beide halten liebevoll ihren Babybauch, während er sie am Hals küsst. Inniger Moment in hellem Sonnenlicht vor einer Holzwand.

Das italienische Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit dem Istituto Superiore di Sanità (ISS) eine neue nationale Kampagne unter dem Motto »Zero alcol in gravidanza« (Kein Alkohol in der Schwangerschaft) gestartet, um das Bewusstsein für die Risiken des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft zu schärfen.

Die Kampagne begann am 9. September 2026, dem Welt-Aktionstag zur Aufklärung über fetale Alkoholspektrumstörungen, und läuft bis Ende November.