Eine professionell gekleidete Frau im Hahnentritt-Blazer liest lächelnd eine Nachricht auf ihrem Smartphone.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat die Alkoholpolitik in einen neuen nationalen 90-Tage-Aktionsplan zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und von Femiziden aufgenommen, nachdem es zu einer Reihe von Tötungsdelikten gekommen war. Die Vier-Punkte-Strategie umfasst die Aufklärung von Fällen, den Abbau von Rückständen bei der forensischen Untersuchung, Sicherheitsüberprüfungen in den Kommunen sowie eine verbesserte Durchsetzung der Vorschriften gegenüber nicht konformen Alkoholverkaufsstellen. Damit wird anerkannt, dass die Regulierung des Alkoholkonsums und der Verfügbarkeit von Alkohol unerlässlich ist, um Frauen und Gemeinschaften vor Gewalt zu schützen.

 Gelb eingefärbtes Bild mit zwei Motiven: Links stehen drei dunkle Bierflaschen vor einer Industrieanlage mit Tanks und Rohrleitungen, aus der eine Rauchwolke aufsteigt. Rechts liegt eine große Menge toter Fische dicht an dicht auf dem Boden.

Diageo wurde wegen eines schweren Umweltvorfalls in Moray, Schottland, beschuldigt. Es wird vermutet, dass die durch den Alkoholindustrie-Riesen verursachte Verschmutzung die lokalen Lachsbestände ausgerottet und schwere ökologische Schäden verursacht hat.

Während die schottische Umweltschutzbehörde (SEPA) mögliche strafrechtliche Schritte prüft, verdeutlicht der Vorfall den erheblichen ökologischen Fußabdruck der Alkoholindustrie, zu dem unter anderem ein hoher Süßwasserverbrauch und Industrieemissionen gehören.

Nahaufnahme einer Frau mit einem blauen Auge und verletzter Haut, die sich mit der Hand den Mund zuhält, vor schwarzem Hintergrund.

Jede dritte Frau auf der Welt ist der Gewalt ihres Partners ausgesetzt, und Alkohol trägt in 65 Prozent der Fälle dazu bei.

Im Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verringerung der Gewalt gegen Frauen ist der Alkoholkonsum einer von fünf Faktoren, die angegangen werden müssen, um diese Gewalt zu verringern.

100-Euro-Schein im Vordergrund, unscharfes Mikroskop im Hintergrund als Symbol für Forschungsfinanzierung.

Industrien, deren Geschäftsmodell auf der Vermarktung von Produkten beruht, die abhängig machen oder die Gesundheit schädigen, beeinflussen Forschung, Evidenzbildung und Gesundheitspolitik. Dazu zählen die Tabak- und Nikotinindustrie, die Alkohol- und Cannabisunternehmen sowie die Glücksspiel- und Sportwettenanbieter. Ihre Strategien reichen von industriefinanzierter Forschung über Sponsoring bis zu PR-Kampagnen und Lobbying. Dies führt zu systematischen Interessenkonflikten, die die wissenschaftliche Integrität und Glaubwürdigkeit gefährden.

Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat einen Kodex für den Umgang von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit diesen Industrien formuliert. Dieser fordert die grundsätzliche Ablehnung von Geld- und Sachzuwendungen sowie von wechselseitigen Gegenleistungen. Darüber hinaus spricht er sich für die Vermeidung von Kooperationen mit von der Industrie unterstützten Personen und Organisationen sowie für die konsequente Offenlegung aller relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Interessenkonflikte der vergangenen fünf Jahre aus. Dieser Kodex wird von folgenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften unterstützt: