Pressemitteilung-Grafik mit der Überschrift 'Der Welt-Herz-Tag ist kein Forum für Lobbyarbeit der Alkoholindustrie'. Darunter der Text: Europäische Organisationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit fordern, dass die Gesundheitspolitik der EU sich an unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und vor kommerziellen Interessen geschützt wird. Rechts ein Rotweinglas mit rotem Verbotsschild, darunter ein Button 'Pressemitteilung lesen'.

Am 29. September, dem Welt-Herz-Tag, wird der Europaabgeordnete Dario Nardella (S&D) im Europäischen Parlament eine vom Europäischen Komitee der Weinunternehmen (CEEV) organisierte Veranstaltung zur Rolle des Weins in gesundheitspolitischen Debatten ausrichten.

Europäische Organisationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit halten es für völlig unangemessen, dass ein Europaabgeordneter der Alkoholindustrie in einer gesundheitspolitischen Debatte eine Plattform bietet, insbesondere an einem Tag, der der Sensibilisierung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Prävention gewidmet ist.

Rückansicht von männlichen Freunden, die sich zu Hause versammelt haben, um ein Fußballspiel anzuschauen. Die Männer sitzen auf dem Sofa vor dem Großbildfernseher. Sie feuern ihre Lieblingsmannschaft begeistert an und kommentieren das Spiel.

Eine neue Studie hat ergeben, dass während der Berichterstattung über die größte FIFA-Weltmeisterschaft der Geschichte mehr als 93.000 sichtbare Nennungen von Marken verzeichnet wurden, die für ungesunde Lebensmittel und Getränke, Alkohol, Glücksspiel und Spekulationsprodukte werben. Dabei entfielen mit 65.722 Nennungen mehr als sieben von zehn auf Marken für ungesunde Lebensmittel und Getränke.

Über einer aus Papier ausgeschnittenen Familie aus Eltern und zwei Kindern werden zwei schützende Hände gehalten.

Am Mittwoch, dem 23. September, fand im Gesundheitsministerium eine gemeinsame Sitzung des Koordinierungsrats für Drogenkontrolle und Suchtbekämpfung sowie des Nationalen Rates zur Bekämpfung des Alkoholismus statt. Dabei stellte das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa eine erste Bewertung der Auswirkungen der in Lettland eingeführten Maßnahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol vor.

Gruppenfoto von sieben Personen unterschiedlichen Alters, die nebeneinander unter Bäumen auf laubbedecktem Boden stehen und lächelnd in die Kamera blicken. Alle tragen regenbogenfarbene Schlüsselbänder mit Namensschildern. Im Vordergrund links ist eine Person von hinten zu sehen, die die Gruppe fotografiert. Im Hintergrund grüne Sträucher, Bäume und abgestellte Fahrräder.
Die Teilhabe-Botschafter*innen beim Suchtkongress 2026 in Hamburg

Hin zu der Selbstverständlichkeit: Suchtselbsthilfe gestaltet Suchthilfe mit«, sagte Angelika Schels-Bernards beim 25jährigen Jubiläum des Fachausschusses Suchtselbsthilfe (FAS NRW). Die Vorsitzende des Arbeitsausschusses Drogen und Sucht der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW fügte hinzu: »Wir müssen weg von der Vorstellung: Wir beteiligen die Suchtselbsthilfe, lassen sie partizipieren. Denn wer jemanden partizipieren lässt, verfügt offensichtlich auch über die Möglichkeit, es nicht zu tun. Das ist noch nicht Augenhöhe.«

Seit einigen Jahren engagieren sich auch die Veranstalter*innen des Deutschen Suchtkongresses, diesem Ziel näher zu kommen. Dieses Jahr in Hamburg schufen sie die Möglichkeit für Begegnungen auf Augenhöhe durch die Einladung von »Teilhabe-Botschafter*innen« und luden zu einem Teilhabe-Forum mit Infoständen in der Mittagspause ins Essenszelt ein.