Die Flaggen der baltischen Staaten – Lettland, Litauen und Estland – wehen an weißen Fahnenmasten auf einem Sandstrand neben dem Meer unter einem blau-weißen Wolkenhimmel.

Zwischen 2000 und 2022 haben Litauen, Estland und in geringerem Maße auch Lettland 16 bedeutende Maßnahmen der Alkoholpolitik umgesetzt, die darauf abzielten, die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern und die Alkoholsteuern zu erhöhen. Es zeigte sich, dass diese Maßnahmen – über die langfristigen regionalen Trends hinaus – den Pro-Kopf-Alkoholkonsum, die Gesamtsterblichkeit sowie die alkoholbedingte Sterblichkeit erfolgreich gesenkt, die Alkoholkonsumgewohnheiten verändert und Ungleichheiten bei der Sterblichkeit verringert haben. Dieser Beitrag konzentriert sich auf neue Erkenntnisse seit 2022 und bietet eine Perspektive darauf, was andere Länder mit hohem Einkommen innerhalb der Europäischen Union (EU) und darüber hinaus aus den Erfahrungen der baltischen Staaten, insbesondere Litauens, lernen können.

Veranstaltungssaal mit Bühne und Publikum. Auf den großen Leinwänden über der Bühne werden Informationen zu einer Rednerin aus der Ukraine (Olha Stefanishyna) und dem aktuellen Redner Dr. Reinhardt eingeblendet.

Der 130. Deutsche Ärztetag hat heute in Hannover eine konsequent wissenschaftsbasierte Weiterentwicklung der Suchtmedizin und Suchtpolitik in Deutschland gefordert. Die Abgeordneten sprachen sich für mehr Prävention, eine nachhaltige Stärkung der Suchthilfe und der suchtmedizinischen Kompetenzen sowie den Abbau von Stigmatisierung gegenüber Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen aus.

Frische Gemüseabteilung im Supermarkt mit grünem Blattsalat und roten Tomaten im Vordergrund, im Hintergrund unscharf weitere Obst- und Gemüseregale mit bunter Auswahl.

Der Marburger Bund spricht sich für deutlich strengere Regelungen beim Zugang zu Alkohol aus. »Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen (›Alkoholshops‹) erfolgen. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sollen keinen hochprozentigen Alkohol mehr anbieten dürfen«, forderte die 147. Hauptversammlung des größten deutschen Ärzteverbandes heute in Hannover.

Katuaq, das Kulturzentrum in Grönlands Hauptstadt Nuuk: Modernes, dunkel verkleidetes Gebäude mit geschwungener Dachlinie an einer Straße; davor Fahnenmasten, große Steine und im Hintergrund ein rotes Haus unter klarem blauem Himmel.

Das grönländische Parlament, das Inatsisartut, hat eine Debatte darüber geführt, ob das Land eine nationale Alkoholpolitik entwickeln sollte, bei der die Rechte der Kinder als Leitprinzip dienen. Die Debatte, die am 13. Mai 2026 stattfand, wurde von Nivi Rosing von der Partei Inuit Ataqatigiit angeregt und befasste sich mit der Frage, wie Grönland die individuelle Freiheit der Erwachsenen mit dem Schutz der Kinder vor alkoholbedingten Schäden in Einklang bringen sollte.