Gruppe von Menschen bei einer Protestkundgebung.

Ein kürzlich von Alcohol Action Ireland in Auftrag gegebener Bericht hat einen besorgniserregenden Trend bei der Erschwinglichkeit von Alkohol in den letzten zwei Jahrzehnten aufgezeigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Alkohol heute um fast 70 % erschwinglicher ist als noch vor 20 Jahren.

Mann und Frau blicken im Supermarkt suchend auf eine Weinflasche. Dazu der Text: Zutaten? Kalorien? Gesundheitsrisiken? Fehlanzeige! Die Alkoholindustrie lässt ihre Kund*innen im Ungewissen. Sie steht halt mehr auf Quiz.

Die in Europa einzigartig hohen alkoholbedingten Schäden sind zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass die gesetzlichen Bestimmungen die Bürger*innen nicht vor den Schäden schützen, die durch kommerzielle Aktivitäten verursacht werden. Und das gilt nicht nur für Alkohol.

Muster für mögliche Warnhinweise und Zutatenkennzeichnung auf einer fiktiven Weinflasche.

Mehrere Wirtschaftsexpert*innen des Centrums für Europäische Politik (cep) sprechen sich für europaweit einheitliche Warnhinweise auf Alkoholflaschen aus. Ein EU-weites Label für Alkoholwarnungen sei »der vernünftigste Ansatz«, heißt es in einem Positionspapier, über das die Funke Mediengruppe berichtet. Verfasst haben es die Ökonom*innen Andrea De Petris, Nathalja Nolen und Victor Warhem von den cep-Standorten Rom, Freiburg und Paris.