Europa steht vor einer Epidemie korpulenter Kinder mit bis zu einem Drittel übergewichtiger oder fettleibiger 11-Jähriger. Jugendliches Rauschtrinken ist auf dem Vormarsch und die Zahl der Kinder, die Alkohol getrunken und Rauscherfahrungen haben, ist in den letzten Jahren gestiegen.

RARHA AbschlusskonferenzIm September erörtern europäische Politiker Maßnahmen zur Verringerung alkoholbedingter Schäden in Europa – im Rahmen der Europäischen Gemeinsamen Aktion zur Verringerung alkoholbedingter Schäden (RARHA).

Der politische Dialog, der von EuroHealthNet organisiert wird, zielt darauf ab, neue Erkenntnisse und Werkzeuge auf Grundlage der RARHA-Ergebnisse in drei Bereichen zur Verfügung zu stellen:

  1. die Überwachung des Trinkverhaltens und der Schäden,
  2. Konsumrichtwerte, und
  3. die Suche nach guten Praxis-Beispielen sowie der Bau eines »Werkzeugkastens«.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) startet in Europa einen neuen Aktionsplan für nichtübertragbare Krankheiten – einschließlich alkoholpolitischer Maßnahmen – und fordert eine gemeinsame Politik des Handelns um die globalen Ziele zu erreichen.

Die Europäische Region der WHO hat Fortschritte in Schlüsselbereichen der Kontrolle nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) erzielt:

Alkohol in der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind lebenslange Behinderungen verursachen (Fetale Alkohol-Spektrum-Störung, FASD) und ist eine massive Bedrohung öffentlicher Gesundheit auf der ganzen Welt. Da etwa die Hälfte aller Schwangerschaften ungeplant ist, sorgt der Kontakt von Föten mit Alkohol für eine Epidemie von Alkoholschäden bei andereren als den Konsumenten selbst.

Alkoholpolitik