Zwei Mädchen blicken lächelnd auf ein Smartphone-Display.

Kürzlich wurde aufgedeckt, dass Instagram und Facebook damit begonnen haben, Anzeigen zu schalten, die auf junge Menschen abzielen, die ein hohes Risiko haben, von Alkohol, Glücksspiel und Junkfood abhängig zu werden. Aktivist*innen haben bereits ein Programm gestartet, um Jugendliche und junge Erwachsene vor digitalem Marketing zu schützen, das ihrer Gesundheit und ihrem Leben irreparablen Schaden zufügen kann.

Mann balanciert vor Felswand auf einem gespannten Seil über dem AbgrundDas richtige Gleichgewicht in einer komplexen Angelegenheit finden. Bild von Loic Leray bei Unsplash

Nach Ansicht des Doktoranden und Forschungsbeauftragten Nathan Harrison sind Werbebeschränkungen und ein vielseitiges politisches Konzept erforderlich, um die potenziellen Schäden von alkoholfreien Getränken zu minimieren.

Dies ist ein komplexer Bereich, in dem das richtige Gleichgewicht gefunden werden muss, um die Substitution von Alkohol bei Erwachsenen durch alkoholfreie Getränke zu fördern und gleichzeitig junge Menschen so weit wie möglich vor der Vermarktung von Alkohol zu schützen«, so Harrison in seinem Beitrag für den Wettbewerb Student Think Tank der Public Health Association of Australia.

Der Wettbewerb bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre Innovation und ihren Enthusiasmus für den Bereich der öffentlichen Gesundheit unter Beweis zu stellen.

Frau blickt verärgert auf ihr Smartphone

Da die digitale Vernetzung in unserem Alltag immer wichtiger wird, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die digitale Umgebung sicher und gesundheitsfördernd für alle ist. Gegenwärtig wird die Öffentlichkeit mit Alkoholwerbung im Internet überschwemmt. Darüber hinaus fördert die Online-Alkoholwerbung nicht nur den Alkoholkonsum und zielt möglicherweise auf die am stärksten gefährdeten Personen ab, sondern dient auch als direktes Portal für den Verkauf und die Lieferung von Alkohol. Die begrenzte Transparenz bei der Online-Alkoholwerbung erschwert es, Unternehmen für ihre Marketingpraktiken zur Rechenschaft zu ziehen, und die von der Alkoholindustrie entwickelten Kodizes schützen die Menschen nicht vor sehr gezielter Online-Alkoholwerbung.

Ein neuer Bericht aus Australien zeigt, dass jedes Jahr 39.820 verschiedene Alkoholanzeigen auf Facebook und Instagram geschaltet werden, oft in Kombination mit einer Schaltfläche, die die Nutzer*innen auffordert, »jetzt einzukaufen«.