Mann vor Weinregal im Supermarkt liest Etikett auf Fasche in seiner Hand. Daneben Patrick Brazeau mit Zitat dazu, dass 75% der Kanadier den Zusannenhang zwischen Alkohol und Krebs nicht kennen.

Der kanadische Senator Patrick Brazeau hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der im Falle seiner Verabschiedung ähnliche Warnhinweise auf Alkohol wie auf Zigaretten vorschreiben würde, um die Verbraucher:innen vor einer Verbindung mit Krebs zu warnen.

TotenkopfflaggeBild von Nicolas Raymond via Flickr, verwendet unter Creative Commons Lizenz

Es scheint eine so einfache Sache zu sein: die Verbraucher:innen darüber zu informieren, was in den Dingen enthalten ist, die sie in ihren Körper schütten wollen. Aber seit Upton Sinclairs »The Jungle« ist es ein mühsames Unterfangen, die Unternehmen dazu zu bringen, die Produkte, von denen sie profitieren, einfach transparent zu machen. Die Idee, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, die Risiken und den Inhalt ihrer eigenen Freizeitbeschäftigung zu kennen, ist nun auch in der Alkoholindustrie angekommen.

Die Reaktionen der großen Alkoholkonzerne und ihrer Lakaien waren vorhersehbar, apokalyptisch und verzweifelt.

Vier Vertreter:innen der Koalition bei der Pressekonferenz zum Kampagnenstart

Eine breite, vom Senat einberufene Koalition, Salud Justa Mx, Mexico Salud Hable Coalition, hat in Zusammenarbeit mit der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation, dem Nationalen Institut für Psychiatrie und dem Nationalen Büro für Tabak- und Alkoholkontrolle des Gesundheitsministeriums eine Kampagne zur Denormalisierung des Alkohols durch evidenzbasierte, wirkungsvolle politische Lösungen gestartet, die von der WHO im SAFER-Paket empfohlen werden.