In der Nähe der Stadien der Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2022 wird kein Alkohol verkauft werden. Die katarischen Behörden haben beschlossen, dass dort nur noch alkoholfreie Produkte verkauft werden dürfen. Die FIFA und der Bierriese AB InBev haben keine andere Wahl, als dem zu folgen.

Die Biermarke Budweiser von AB InBev ist Sponsor der FIFA und zahlt ihr alle vier Jahre rund 75 Millionen Dollar. Im Gegenzug erhält der Bierriese Zugang zur enormen Fangemeinde der FIFA.

Auf höchster Ebene des katarischen Staates wurde angeordnet, die Bierzelte mit der Marke Budweiser aus der Nähe der Stadien zu entfernen.

Die Mehrheit der Menschen in Katar lebt alkoholfrei. Die Anordnung, die Bierzelte zu verlegen, zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen der prominenten Präsenz von Alkohol in der Nähe von Stadien zu verringern.

Der Schritt in letzter Minute zeigt auch, wie sehr die FIFA den Bierriesen AB InBev dabei unterstützt, die Weltmeisterschaft für Alkoholwerbung zu nutzen.

Nahezu ausgetrockneter Stausee in Doctor Mora, Guanajuato, im Nordosten MexikosNahezu ausgetrockneter Stausee in Doctor Mora, Guanajuato, im Nordosten Mexikos

Mexiko sieht sich mit einer Wasserkrise konfrontiert, von der die nördlichen Teile des Landes besonders betroffen sind. So haben die rekordverdächtig geringen Niederschläge im nördlichen Bundesstaat Nuevo León dazu geführt, dass die Stauseen der Stadt ausgetrocknet sind und das Grundwasser zur Neige geht. Die Menschen leiden darunter, dass kein Wasser aus den Wasserhähnen kommt, und die Kinder werden aufgrund der schlechten sanitären Verhältnisse krank. Doch die Bierindustrie verbraucht weiterhin das wenig vorhandene Wasser, um ihre Bierprodukte herzustellen.