Nachrichten
Doppeltes Tabu: Alkohol und häusliche Gewalt
- von Frank Lindemann

Jede dritte Frau auf der Welt ist der Gewalt ihres Partners ausgesetzt, und Alkohol trägt in 65 Prozent der Fälle dazu bei.
Im Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verringerung der Gewalt gegen Frauen ist der Alkoholkonsum einer von fünf Faktoren, die angegangen werden müssen, um diese Gewalt zu verringern.
Wissenschaft vor Interessenkonflikten schützen
- von Frank Lindemann

Industrien, deren Geschäftsmodell auf der Vermarktung von Produkten beruht, die abhängig machen oder die Gesundheit schädigen, beeinflussen Forschung, Evidenzbildung und Gesundheitspolitik. Dazu zählen die Tabak- und Nikotinindustrie, die Alkohol- und Cannabisunternehmen sowie die Glücksspiel- und Sportwettenanbieter. Ihre Strategien reichen von industriefinanzierter Forschung über Sponsoring bis zu PR-Kampagnen und Lobbying. Dies führt zu systematischen Interessenkonflikten, die die wissenschaftliche Integrität und Glaubwürdigkeit gefährden.
Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat einen Kodex für den Umgang von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit diesen Industrien formuliert. Dieser fordert die grundsätzliche Ablehnung von Geld- und Sachzuwendungen sowie von wechselseitigen Gegenleistungen. Darüber hinaus spricht er sich für die Vermeidung von Kooperationen mit von der Industrie unterstützten Personen und Organisationen sowie für die konsequente Offenlegung aller relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Interessenkonflikte der vergangenen fünf Jahre aus. Dieser Kodex wird von folgenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften unterstützt:
Dänemark schlägt elektronische Altersüberprüfungen beim Alkoholverkauf in stationären Geschäften vor
- von Frank Lindemann

Bild KI-generiert
Das dänische Parlament wird die erste Lesung eines Gesetzentwurfs durchführen, der es stationären Geschäften erlaubt, beim Verkauf von Alkohol, Tabak und Nikotinprodukten elektronische Altersüberprüfungen durchzuführen. Der am 8. Oktober eingebrachte Gesetzentwurf L 52 sieht zudem eine strengere Überwachung des Alkoholverkaufs in unbeaufsichtigten Geschäften vor.
Alkohol in der Schwangerschaft trifft die ganze Gesellschaft
- von Frank Lindemann

Die AOK Baden-Württemberg hat die Lebenszeitkosten von Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) für Baden-Württemberg erstmals wissenschaftlich unabhängig ermitteln lassen. Im Rahmen einer Hochrechnung ergeben sich für einen einzigen Geburtsjahrgang Gesamtkosten von bis zu 53,1 Milliarden Euro. Die Ergebnisse beruhen auf fundierten Schätzungen der Lebenszeitkosten und unterstreichen die Bedeutung frühzeitiger Prävention bereits vor und während der Schwangerschaft.
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