Menschenleere Tankstelle mit blauer Neonbeleuchtung bei Nacht.

Die AOK fordert mehr Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung. Carola Reimann, die Chefin der Krankenkasse, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Deutschland tue zu wenig, um zu verhindern, dass Menschen überhaupt erst krank werden. Sie sieht vor allem beim Konsum von Alkohol und Tabak Handlungsbedarf und verwies auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Demnach sollten gesundheitsschädliche Lebensmittel und Genussmittel verteuert und ihre Verfügbarkeit eingeschränkt werden. Reimann erklärte, das könne beispielsweise bedeuten, dass Alkohol nicht mehr an jeder Tankstelle verkauft wird.

Geöffnete weiße Runddose mit Nicotinbeuteln (Snus-Pouches) darin und einige Beutel davor auf dunkler Marmoroberfläche. Der Deckel steht angelehnt dahinter.

Nikotinbeutel sind in Deutschland als Lebensmittel eingestuft und dürfen aufgrund ihres hohen Nikotingehalts nicht in den Verkehr gebracht werden. Aktuell betreiben die Hersteller*innen intensive Lobbyarbeit, um diese Produkte als Tabakprodukte zu kategorisieren. Das würde ihnen einen neuen, legalen Markt eröffnen. Eine aktuelle Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erläutert, warum das bestehende Verbot eines suchterzeugenden Produkts im Sinne des Jugendschutzes und des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sinnvoll ist und erhalten bleiben sollte.

Screenshot des Handwerksblatts, das CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann mit dem Präsidenten des Deutschen Brauer-Bundes, Christian Weber, zeigt.
Screenshot Handwerksblatt

Wir kehren aus dem Urlaub zurück und reiben uns verwundert die Augen: Carsten Linnemann, vor zwei Jahren vom Brauerbund zum »Botschafter des Bieres« gekürt, ist Gesundheitsminister geworden.