Ein Gruppe von Demonstrant*innen zieht bei einer 'Recovery Walk'-Veranstaltung durch eine Innenstadtstraße. Sie tragen transparente und handgeschriebene Schilder mit Botschaften wie 'Ich bin so stolz auf uns', 'Freiheit' und 'Voll schön hier', sowie ein großes blaues Banner mit der Aufschrift 'Recovery Walk'. Im Vordergrund wird auch ein rotes Banner des 'Recovery Deutschland e.V.' gezeigt. Die Menge ist bunt gemischt und schreitet an alten, mehrstöckigen Gebäuden vorbei.

Gemeinsam ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe suchtkranker Menschen setzen und die Stigmatisierung bekämpfen: Genau das war das Ziel des Recovery Walks, der am 12. September 2026 erstmals in Düsseldorf stattfand. Nach der Deutschlandpremiere im vergangenen Jahr in Leipzig waren in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt rund 500 Menschen zusammengekommen, die gemeinsam auf die Straße gingen.

Geöffnete weiße Runddose mit Nicotinbeuteln (Snus-Pouches) darin und einige Beutel davor auf dunkler Marmoroberfläche. Der Deckel steht angelehnt dahinter.

Mit einem breiten Bündnis aus mehr als 60 Verbänden, Organisationen und Fachgesellschaften appelliert unsere Initiative »Kinder ohne Alkohol und Nikotin« an die Bundesregierung, das bestehende Verbot des Inverkehrbringens von Nikotinbeuteln in Deutschland beizubehalten und konsequent durchzusetzen. Eine Aufhebung dieses Verbots wäre aus Sicht des Jugend- und Gesundheitsschutzes das falsche Signal. Mit großer Sorge beobachten wir deshalb Bestrebungen, die eine Zulassung des Verkaufs von Nikotinbeuteln in Deutschland zum Ziel haben.

Nahaufnahme einer Hand, die fallende Dominosteine aufhält, während die restlichen Steine noch stehen.

Prävention muss zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden und deutlich stärker als bisher in allen Politikfeldern verankert werden. Darüber sind sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Wissenschaftsrat, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe einig. Angesichts der demografischen Entwicklung, steigender Belastungen für das Gesundheitssystem und der wissenschaftlichen Evidenz für die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen fordern sie in einer gemeinsamen Stellungnahme eine ressortübergreifende Strategie.

Prävention ist demnach als Investition in Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die langfristige Stabilität des Gesundheitssystems zu verstehen.