Blick von unten auf die historische rote Backsteinfassade des Bremer Hauptbahnhofs mit dem weißen Schriftzug 'HAUPTBAHNHOF', einer großen Bahnhofsuhr, Rundbogenfenstern und steinernen Figurenreliefs vor blauem Himmel mit wenigen Wolken.

Um die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden und Reisenden zu verbessern, verbietet die Deutsche Bahn (DB) das Trinken von Alkohol an all ihren Bahnhöfen. Die Regelung gilt bundesweit und wird bis zum 15. Oktober 2026 schrittweise an den rund 5.400 Bahnhöfen umgesetzt.

Vier Personen unterschiedlicher Herkunft stehen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mit deutscher Flagge auf dem Dach und blauer Glaskuppel im Hintergrund. Von links: Ein glatzköpfiger Mann im weißen Arztkittel verdeckt weinend sein Gesicht mit den Händen. Daneben hält ein bärtiger Mann mit Tattoos ein großes gelbes Smiley-Gesicht mit Lächeln vor seinen Bauch. Eine Frau mit langen dunklen Haaren hält ein grünes trauriges Smiley-Gesicht und blickt ernst. Rechts hebt eine Frau mit dunklen Locken und Brille abwehrend die Hand und schaut verärgert oder skeptisch. Dies symbolisiert unterschiedliche emotionale Reaktionen auf politische oder gesellschaftliche Themen in Deutschland.

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der ab dem 1. Januar 2027 eine Steuererhöhung um 20 Prozent auf Spirituosen, Sekt und Alkopops vorsieht. Damit sollen Lücken im Bundeshaushalt durch geschätzte jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 450 Millionen Euro geschlossen werden.

Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass fast zwei Drittel der Bevölkerung die Maßnahme befürworten. Gleichzeitig kritisieren Mediziner*innen und Suchtforscher*innen, dass die Regierung es versäumt hat, Bier und Wein in die Steuererhöhung einzubeziehen.

Eine umfassende, evidenzbasierte Alkoholsteuer auf alle Alkoholkategorien wäre für die öffentliche Gesundheit weitaus wirksamer und könnte jährlich bis zu fünf Milliarden Euro einbringen.

Drei Personen stehen an der Ecke des Paul-Löbe-Hauses in Berlin mit einem Plakat, auf dem steht, dass 109082 Menschen fordern, Alkoholwerbung zu verbieten. Im Hintergrund ist das Gebäude des Bundestages zu sehen.
Carolin Schürmann, Frank Lindemann und Christina Reich zur Übergabe der Petition vor dem Bundestag.

Die Petition »Alkoholwerbung verbieten« stößt auf breite gesellschaftliche Zustimmung und erzielte innerhalb weniger Tage im Februar 2026 zur Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien von NACOA Deutschland über 100.000 Unterschriften.

Gestern übergab Petitendin Carolin Schürmann zusammen mit Christina Reich vom NACOA-Vorstand 109.082 Unterschriften an den Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Dr. Hendrik Streeck. Frank Lindemann vom Team Alkoholpolitik der Guttempler begleitete sie in Berlin.