Nahaufnahme einer Hand, die fallende Dominosteine aufhält, während die restlichen Steine noch stehen.

Prävention muss zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden und deutlich stärker als bisher in allen Politikfeldern verankert werden. Darüber sind sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Wissenschaftsrat, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe einig. Angesichts der demografischen Entwicklung, steigender Belastungen für das Gesundheitssystem und der wissenschaftlichen Evidenz für die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen fordern sie in einer gemeinsamen Stellungnahme eine ressortübergreifende Strategie.

Prävention ist demnach als Investition in Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die langfristige Stabilität des Gesundheitssystems zu verstehen.

Eine schwangere Frau in einem rosa Kleid hält sanft ihren Bauch im warmen Abendlicht. Daneben befindet sich ein Warnhinweis mit einem Verbotsschild und dem Text 'Vorsicht bei Schwangerschaft – Alkohol kann Ihr Baby lebenslang schädigen'.

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu irreversiblen Schädigungen führen. In Deutschland sind etwa 800.000 Menschen von fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) betroffen. Anlässlich des »Internationalen FASD-Tags« am 9. September weisen zahlreiche Verbände und Einrichtungen in Deutschland darauf hin, dass eine bessere Versorgung und mehr Beratung dringend benötigt werden, damit diese Behinderung nicht länger unsichtbar bleibt und stigmatisiert wird.

Drei lachende Jugendliche – zwei Mädchen und ein Junge – rennen Hand in Hand über eine sonnige Wiese in einem grünen Park.

Die heute veröffentlichten Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland zeigen: Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol ist gestiegen.

Besonders auffällig ist, dass im Vergleich zur vorherigen Befragung im Jahr 2023 weniger junge Frauen Alkohol konsumierten. Auch beim Rauschtrinken gab es bei ihnen einen signifikanten Rückgang. Bei Jugendlichen und jungen Männern blieb das Rauschtrinken hingegen auf einem hohen Niveau.