Tote Bäume auf trockener, rissiger Erde.

Europa präsentiert sich oft als globales Vorbild für Verantwortung, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Wir ermutigen unsere Bürger*innen, Sport zu treiben, besser zu schlafen und sich gesünder zu ernähren. Wir warnen vor Rauchen, Übergewicht und den Gefahren des Alkoholkonsums. Die EU-Mitgliedstaaten stellen stolz fest, dass junge Menschen heute weniger Alkohol trinken, und fördern diesen Trend durch den Ausbau der Produktion alkoholfreier Weine.

Ein Konferenzraum während einer Präsentation mit dem Titel 'NordAN Conference 2025' in Riga, Lettland. Im Vordergrund sitzt eine fünfköpfige Gruppe an einem Podiumstisch, während das Publikum an langen Tafeln Platz genommen hat. Drei große Bildschirme zeigen die Präsentation. Eine markante, spiegelnde Deckenkonstruktion reflektiert die Szene darunter.
Foto: Per-Olof Svensson

Die Konferenz des Nordic Alcohol and Drug Policy Network (NordAN) im November 2025 in Riga fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Alkoholpolitik und Drogenpolitik in Nord- und Osteuropa unter sichtbarem Druck steht. Lettland befindet sich mitten in einem bedeutenden Wandel seiner Alkoholpolitik, während die gesamte Region mit kriegsbedingten Belastungen, einer Krise im Bereich der psychischen Gesundheit, wirtschaftlicher Unsicherheit und schrumpfenden Präventionsbudgets konfrontiert ist.

Panoramablick über die Altstadt von Riga, Lettland: Im Vordergrund dominiert der historische, rote Backsteinturm der Petrikirche mit seiner Zwiebelkuppel und den goldenen Uhren. Im Hintergrund überspannt die moderne Vansu-Schrägseilbrücke den breiten Fluss Daugava unter einem wolkenverhangenen Himmel.

Fünfundzwanzig Jahre sind lang genug, um wiederkehrende Muster zu erkennen, und kurz genug, um sich daran zu erinnern, warum wir angefangen haben. Bei unserem Treffen in Riga feiern wir das 25-jährige Bestehen von NordAN und danken den Menschen und Organisationen, die diese Arbeit über Grenzen, Sprachen und wechselnde politische Zeiten hinweg fortgesetzt haben. Das Jubiläum ist nicht das Wichtigste, aber es ist eine gute Erinnerung daran, wie wichtig es ist, engagiert zu bleiben – insbesondere, wenn die Politik unter Druck steht.