Kind lugt über Tischkante. Auf dem Tisch schläft ein Mann mit leerer Flasche vor sich.

Die durchschnittliche Anzahl der Anrufe bei der führenden Kinderhilfsorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelty to Children) über elterlichen oder erwachsenen Substanzmissbrauch stieg in den ersten 10 Monaten der COVID-19-Pandemie um zwei Drittel (66 %) an.

Schachbrett mit aufgestellten Figuren

Im Jahr 2016 veröffentlichten die Chief Medical Officers von Großbritannien überarbeitete Richtlinien für risikoarmen Alkoholkonsum, die auf einer aktualisierten Evidenzprüfung basieren. Diese Richtlinien rieten Männern und Frauen, nicht mehr als 14 Einheiten pro Woche zu trinken – eine Reduzierung für Männer – und betonten gleichzeitig die Gefahren des Trinkens in der Schwangerschaft und als Risikofaktor für Krebs. Das Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, wie die Alkoholindustrie auf die Veröffentlichung der Richtlinien reagiert hat.

Mann mit Flasche vor Mutter und Kind

Inmitten der verheerenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben diejenigen, die stark Alkohol konsumieren, ihren Konsum in Großbritannien noch weiter erhöht – und damit gefährdete Kinder noch mehr in Gefahr gebracht. Kinder von Eltern oder Erziehungsberechtigten mit Alkoholproblemen sind oft übersehene Opfer der Krise.

Da auch Deutschland eine Gesellschaft aufweist, in der sich alles um Alkohol dreht, sind die britischen Verhältnisse ohne Abstriche auf Deutschland übertragbar. Hier leben circa 3 Millionen Kinder in alkoholbelasteten Haushalten.