Fiktive Warnhinweise auf Alkoholflaschen zu Testzwecken
Fiktive Warnhinweise auf Alkoholflaschen – zu Testzwecken

Bei der Etikettierung von Getränken mit mehr als 1,2 % Alkohol im Volumen muss der vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent angegeben werden. Dies gilt innerhalb der gesamten Europäischen Union (EU). Als alkoholfrei gelten nach deutschem und Schweizer Lebensmittelrecht Getränke, wenn sie weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten. Getränke mit minimalem Alkoholgehalt können eine Gefahr für die Gesundheit von trockenen, also alkoholfrei lebenden Alkoholkranken darstellen. Diese sollten ebenfalls keine Getränke verzehren, die vom Geschmack her alkoholhaltigen Getränken ähnlich sind, wie zum Beispiel alkoholfreien Wein oder alkoholfreies Bier, da Geschmack und Restalkoholmenge einen Rückfall herbeiführen können. Selbsthilfeverbände fordern darum ein Werbeverbot mit dem Begriff »alkoholfrei«, wenn im Getränk tatsächlich noch Alkohol enthalten ist. Auch das als gesund angepriesene Malzbier enthält Alkohol (zwischen 0,3 und 1,4 %).

Eine Flasche mit einem Etikett, das vor Alkoholkonsum während der Schwangerschaft warnt. Das Etikett enthält die Informationen: 750 Gramm, 2385 kJ / 570 kcal und den Hinweis, dass Alkoholkonsum Lebererkrankungen verursacht und es einen direkten Zusammenhang zwischen Alkohol und tödlichen Krebserkrankungen gibt. Ein Symbol zeigt eine schwangere Frau mit einem durchgestrichenen Weinglas. Daneben ist eine Daumen-hoch-Geste zu sehen. Der Text verweist auf die Website Fragen-zu-Alkohol.de.

Alkohol stellt nach wie vor eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen auf der gesamten Insel Irland dar. Irland hat ein Gesetz verabschiedet, das ab 2026 obligatorische Alkohol-Warnhinweise vorschreibt, dessen Umsetzung jedoch bis 2028 aufgeschoben wurde.

Die Querschnittsumfrage hatte zum Ziel, die Akzeptanz von Alkohol-Warnhinweisen auf der gesamten Insel zu untersuchen. Im weiteren Verlauf der Umfrage wurden die Bedenken der Bevölkerung gegenüber anschaulicheren Alkohol-Warnhinweisen untersucht und ermittelt, welche zusätzlichen Warnhinweise oder Informationen sich die Bevölkerung auf den Alkohol-Warnhinweisen wünscht.

Nahaufnahme einer englischen Nährwerttabelle auf einer Verpackung, die Fibre 5 g, Sugars 10 g und Sorbitol 0 g auflistet.

Alkohol gehört zu den häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung und ist weltweit für 2,6 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Das Risiko negativer gesundheitlicher Folgen beginnt bereits bei einem geringen wöchentlichen Alkoholkonsum und steigt in der Regel monoton an. Das öffentliche Bewusstsein für die meisten Arten von alkoholbedingten Gesundheitsrisiken ist gering, was zum Teil darauf zurückzuführen sein dürfte, dass Alkohol ein weit verbreitetes Konsumgut ist, das in vielen Lebensmittelgeschäften, darunter Supermärkten und Tante-Emma-Läden, neben Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken verkauft wird.

Titelseite des WHO-Bericht 'Alcohol health warning labels: a public health perspective for Europe'. Dazu der Text: Unser Recht auf Information. Deutliche Warnhinweise auf alkoholischen Getränken sind unerlässlich, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Alkoholkonsum Krebs verursachen kann.

Deutliche Warnhinweise auf alkoholischen Getränken sind unerlässlich, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass der Konsum von Alkohol zu Krebs führen kann. Diese einfache und kostengünstige Maßnahme kann Verbraucher*innen in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen, die dazu beitragen können, alkoholbedingte Schäden zu reduzieren. Ein neuer Bericht des WHO-Regionalbüros für Europa mit dem Titel »Alkohol-Warnhinweise: eine Perspektive für die öffentliche Gesundheit in Europa« unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer obligatorischen, standardisierten Kennzeichnung auf alkoholischen Getränken.