Rückansicht von vier alkoholischen Getränken (Dose, Bierflasche, Weinflasche, Spirituosenflasche) mit deutlich sichtbaren Barcodes, Mengenangaben und Warnhinweisen zum Alkoholkonsum auf den Etiketten vor weißem Hintergrund.

Die European Alcohol Policy Alliance (Eurocare) ist enttäuscht darüber, dass die irische Regierung beschlossen hat, die Einführung obligatorischer Gesundheitswarnungen auf Alkoholflaschen bis 2028 zu verschieben. Diese Entscheidung ist ein Rückschlag für die öffentliche Gesundheit. Doch es ist noch nicht vorbei und erst recht nicht das Ende des Kampfes.

Detaillierte Ansicht der neugotischen Fassade des Palace of Westminster in London. Die streng symmetrische Fassade aus verwittertem hellem Sandstein ist über mehrere Stockwerke hinweg aus wiederkehrenden Gruppen von vier spitzbogigen Fenstern aufgebaut. Dazwischen befinden sich aufwändige steinerne Verzierungen und Wappen. Ein vorspringender Erker bildet das Zentrum der Aufnahme. Hinter fast allen Fenstern sind helle Vorhänge zu sehen, ein einzelnes Fenster ist von innen beleuchtet.

Aus dem Jahresbericht des »Independent Complaints and Grievance Scheme« (ICGS) geht hervor, dass Alkohol nach wie vor eine häufige Ursache für Fehlverhalten in Westminster ist – von Mobbing und Belästigung bis hin zu sexualisiertem Fehlverhalten.

Eine Gruppe von fünf lächelnden Menschen, die alle den Daumen hochhalten. Überlagert ist das Bild mit den Wörtern 'HEALTH' (vertikal) und 'WEALTH' (horizontal), die wie bei einem Kreuzworträtsel übereinstimmen. Das Bild hat einen blautönigen Look und vermittelt eine positive Atmosphäre rund um Gesundheit und Wohlstand.

Die neue Initiative »3 × 35« der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert Regierungen dazu auf, die realen Preise für Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Getränke bis 2035 um mindestens 50 % anzuheben. Mit Unterstützung von Movendi International und anderen globalen Partner*innen zielt die Initiative darauf ab, 50 Millionen vorzeitige Todesfälle zu verhindern, Einnahmen in Höhe von 1 Billion Dollar zu generieren und die Schäden durch nichtübertragbare Krankheiten zu reduzieren.

Beispiele aus Ländern wie Sri Lanka und Litauen zeigen, dass eine Erhöhung der Alkoholsteuer die Zahl der Todesfälle senkt und die Einnahmen steigert. Trotz des Widerstands der Alkoholindustrie bestätigen Forschungsergebnisse, dass Steuern den Alkoholkonsum, die damit verbundenen alkoholbedingten Schäden und Kosten in der Bevölkerung reduzieren und gleichzeitig Einnahmen und Renditen generieren. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt vorwärts in der globalen Alkoholpolitik und bietet einen Fahrplan für Gesundheit und Entwicklung.

Cover-Abbildung des WHO-Papiers 'Avoidable mortality, risk factors and policies for tackling noncommunicable diseases – leveraging data for impact' vor Wolkenhimmel.

Nichtübertragbare Krankheiten sind nach wie vor die weltweit häufigste Ursache für Tod und Behinderung, auch in Europa. Hier stirbt jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau vor dem 70. Lebensjahr an Nichtübertragbaren Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronischen Atemwegserkrankungen und Diabetes.

Jedes Jahr sterben in Europa 1,8 Millionen Menschen an nichtübertragbaren Krankheiten. Diese wären entweder durch wirksame Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit vermeidbar oder durch einen rechtzeitigen Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung behandelbar.