Blick über Stuhlreihen in einem Kongress-Saal

Deutschland gilt nach wie vor als Hochkonsumland für Alkohol. Zudem ist der Konsum von Tabakprodukten unverändert hoch. Der 126. Deutsche Ärztetag hat deshalb höhere Steuern für legale Suchtmittel wie Alkohol und Tabakprodukte sowie ein Werbe- und Sponsoringverbot gefordert. Die Höhe der Steuern für legale Suchtmittel sollte entsprechend der Toxizität der Substanz bemessen werden. Auch müsse »die Verfügbarkeit von Suchtmitteln beispielsweise durch zeitliche Verkaufsbeschränkungen« erschwert werden, betonte der Ärztetag.

Gruppe Jugendlicher mit einer Bierflasche in Menschengröße zwischen sich

Vom 14.–22. Mai 2022 findet die Aktionswoche Alkohol statt. Die achte Auflage der bundesweiten Präventionskampagne macht auf Risiken des Alkoholkonsums aufmerksam und wirbt für eine gesundheitsbewusste Lebensweise. Sie regt mit vielfältigen und kreativen Veranstaltungen in ganz Deutschland dazu an, den persönlichen und gesellschaftlichen Umgang mit der legalen Droge Nr. 1 zu überdenken.

Jahrbuch Sucht 2022 - Buchtitel vor Menschenmenge

Deutschland bleibt im internationalen Vergleich weiterhin ein Hochkonsumland für Alkohol – obwohl hierzulande der Verbrauch an alkoholischen Getränken gegenüber dem Vorjahr und auch längerfristig sank: Von 14,4 Litern Reinalkohol im Jahr 1970 auf 10,2 Liter im Jahr 2019 pro Bundesbürger:in ab 15 Jahren.

Dies stellt das heute erschienene DHS-Jahrbuch Sucht 2022 fest. Neben der Aufbereitung, Analyse und Interpretation der umfassenden Datensammlung durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) befasst sich die aktuelle Ausgabe auch mit Sucht und Suchtmittelkonsum unter Corona-Bedingungen.