Nachrichten aus Frankreich
Die Macht der Tabak- und Alkoholindustrie über unsere Gesundheit
- von Anne Orliac
KI-generiertes Bild
Die Lobbyarbeit der Tabak- und Alkoholindustrie nutzt soziale Netzwerke und beeinflusst die Politik. Seit mehr als zwanzig Jahren untersucht Karine Gallopel-Morvan, wissenschaftliche Leiterin des Netzwerks RECLAMS (Réseau éclairage sur le lobbying et analyse du marketing des industriels), deren Marketingtechniken. Ihre Forschungen decken Desinformationsstrategien und problematische Praktiken auf, die nach wie vor junge Menschen betreffen, ohne Rücksicht auf die öffentliche Gesundheit.
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Gerichtsurteil deckt illegales Influencer-Marketing von Heineken auf
- von Frank Lindemann

Ein Strafgericht in Paris, Frankreich, entschied am 10. Dezember 2025, dass Heineken und Universal Music France illegale Alkoholwerbung betrieben haben, indem sie Influencer*innen einsetzten, um Alkohol in sozialen Medien zu bewerben, was gegen das französische Gesetz »Loi Évin« verstößt. Laut Addictions France diente ein Pop-up-Event von Heineken in Paris als Marketinginstrument, um teilbare Influencer-Inhalte zu generieren, die zum Alkoholkonsum animierten. Das Gericht stellte fest, dass Influencer*innen aktiv dazu ermutigt wurden, Werbematerial zu veröffentlichen, manchmal ohne sich der rechtlichen Risiken bewusst zu sein. Die Unternehmen von Heineken wurden mit jeweils 50.000 € und Universal Music France mit 20.000 € bestraft.
Das Urteil bestätigt, dass Influencer-Marketing dem Alkoholwerbegesetz unterliegt, und unterstreicht die Notwendigkeit umfassenderer Standards für die Vermarktung von Alkohol, insbesondere angesichts der hohen Exposition junger Menschen gegenüber Social-Media-Inhalten.
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Alkohol in sozialen Netzwerken: Influencer*innen setzen sich über das Gesetz hinweg
- von Frank Lindemann

Am 9. Dezember 2025, ein Jahr nach der Veröffentlichung eines Berichts, der vor der massiven Werbung für Alkohol in sozialen Netzwerken warnt, zieht Addictions France eine neue alarmierende Bilanz: Leider scheint sich nichts geändert zu haben. Der Verein bedauert die politische Untätigkeit, die Influencer*innen und Marken freie Hand lässt, zum Nachteil der Gesundheit junger Menschen, die ständig zum Alkoholkonsum verleitet werden.
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