Das Logo zeigt eine Grafik mit einem dunklen Kreis, in dem zwei Kinder in grün und orange nebeneinander mit ausgestreckten Armen hervorspringen. Daneben der Text: Kinder ohne Alkohol und Nikotin.

Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin

Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

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Warum stehen auf Mineralwasser mehr Verbraucher-Infos als auf Wein?

In den letzten Jahren entwickelten und veröffentlichten sowohl die EU als auch die WHO umfassende alkoholpolitische Strategiepapiere. Diese stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu den negativen Folgen des Alkoholkonsums als auch zu effektiven Präventionsmaßnahmen und stellen somit wichtige alkoholpolitische Eckpunkte vor. Besonders die richtungsweisende WHO-Strategie würde sich bestens als Orientierungshilfe für eine deutsche Alkoholpolitik eignen.

Die »EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden«, die im Oktober 2006 von der Europäischen Kommission verabschiedet wurde, richtet sich ausdrücklich nicht an den Alkoholkonsum im Allgemeinen, sondern der Fokus liegt auf dem problematischen (hohen und exzessiven) Konsum sowie auf dem Alkoholkonsum Jugendlicher.

Die fünf in der Strategie formulierten Ziele betreffen die folgenden Bereiche:

  1. Schutz von Jugendlichen, Kindern und des Kindes im Mutterleib: Alkoholkonsum bei Jugendlichen soll eingedämmt und Kinder aus alkoholbelasteten Familien geschützt werden.
  2. Senkung der Zahl der Verletzungen durch alkoholbedingte Straßenverkehrsunfälle: durch die Einführung von tieferen Promillegrenzwerten sowie regelmäßiger Atemalkoholtests.
  3. Vorbeugung alkoholbedingter Schädigungen bei Erwachsenen und Verringerung der negativen Auswirkungen auf den Arbeitsplatz: Lizenzvorschriften, Schulungen zum verantwortungsvollen Ausschank, Aufklärung und Informationstätigkeit gehören zu den vorgeschlagenen Maßnahmen.
  4. Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Auswirkungen schädlichen und riskanten Alkoholkonsums und angemessene Konsummuster: Gesundheitserziehungs- und Lebenshilfeprogramme sollen das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise wecken.
  5. Aufbau und Aktualisierung einer gemeinsamen Grundlage wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse auf EU-Ebene: standardisierte Definitionen zum Alkoholkonsum, regelmäßige Erhebungen, Evaluation zur Wirksamkeit von Maßnahmen.