Alkoholkonsum ist für eine erhebliche Krankheitslast verantwortlich und stellt in vielen Ländern das Gesundheitswesen vor Probleme, die eine beträchtliche Belastung für Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft darstellen. Die Senkung des Alkoholkonsums wird zu einer Priorität auf nationaler, regionaler und globaler Ebene und kann durch Umsetzung von nachweislich wirksamen Strategien erfolgen.

Alkoholbedingte Probleme gehören in der EU zu den größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Mehr als 7 % aller Erkrankungen und frühzeitiger Todesfälle sind auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen. Schon mäßiger Alkoholkonsum erhöht das Langzeitrisiko von Herz-, Leber- und Krebserkrankungen. Der häufige Konsum großer Mengen Alkohol kann zu Abhängigkeit führen.

In der Schwangerschaft und am Steuer können bereits geringe Mengen Alkohol gefährlich sein. Vor allem bei jungen Menschen besteht ein hohes Risiko bezüglich der kurzfristigen Folgen von Trunkenheit (darunter auch Unfälle und Gewaltakte): Rund 25 % aller Todesfälle bei jungen Männern zwischen 15 und 29 Jahren stehen mit Alkoholkonsum in Zusammenhang.

Alkoholpolitik