Systembolaget-Filiale im Einkaufszentrum Kungens kurva in Huddinge nahe Stockholm.Bild von Dmitry_G, Public Domain, via Wikimedia Commons

Das schwedische Einzelhandelsmonopol für Alkohol, auch Systembolaget genannt, ist eine der vertrauenswürdigsten und beliebtesten Institutionen des Landes. Die Menschen in Schweden schätzen die Dienstleistungen des Systembolaget und wissen, warum es existiert und welchen Nutzen es für die Gesellschaft hat.

Die Forschung hat gezeigt, dass Alkoholmonopole eines der wirksamsten politischen Instrumente zur Verringerung des Alkoholkonsums und damit auch der alkoholbedingten Schäden sind. Die skandinavischen Monopole schränken nicht nur die Verfügbarkeit von Alkohol ein, sondern dienen auch als wirksames Instrument zur Umsetzung anderer politischer Maßnahmen, wie zum Beispiel Alterskontrollen. Neuere Studien zeigen, dass ein Übergang zum privaten Verkauf in Schweden die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle um mehr als 1.000 pro Jahr erhöhen und zu mehr als 16.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr führen würde. Aus diesem Grund plädieren sowohl die WHO Europa als auch führende Wissenschaftler*innen für die Beibehaltung und Weiterentwicklung des skandinavischen Modells.

Das schwedische Monopol ist jedoch durch einen neuen Vorschlag ernsthaft bedroht, der den Direktverkauf von Alkohol bei den Hersteller*innen erlauben würde (auch »Alkoholverkauf ab Hof« genannt). Der Vorschlag wird derzeit in der amtierenden Regierung diskutiert, in der die meisten Parteien dafür sind. Der Vorschlag würde es der Alkoholindustrie in Schweden ermöglichen, Alkohol außerhalb des Monopols zu verkaufen.

Die Umsetzung des Vorschlags würde bedeuten, dass das schwedische Monopol nicht mehr unter die Ausnahmeregelung des EU-Rechts fallen würde. Dies hätte zur Folge, dass für den Alkoholverkauf in Schweden die allgemeinen Wettbewerbsregeln der EU gelten würden, was zu einem vollständig privatisierten Markt in Schweden führen würde.

IOGT-NTO hat zusammen mit anderen Interessenvertretungen in Schweden, wie der schwedischen Krebsgesellschaft, der schwedischen Gesundheitsbehörde, dem schwedischen Kinderombudsmann und dem Systembolaget, die Regierung auf diese Risiken aufmerksam gemacht, aber es ist immer noch möglich, dass der Vorschlag eingebracht wird.

Wir bitten nun um Ihre Unterstützung. Wir glauben, dass internationaler Druck unserer Sache helfen könnte, indem er zeigt, dass auch die internationale und europäische Gemeinschaft die Stärken des gegenwärtigen schwedischen Monopolsystems anerkennt und dass seine Vorteile für die öffentliche Gesundheit international anerkannt sind und eine gute Praxis darstellen, die weiter untersucht werden sollte.

Wir bitten Sie daher, sich unseren Bemühungen zur Rettung von Systembolaget anzuschließen und Ihre Organisation in die Liste der Unterstützer des schwedischen Monopols aufzunehmen. Die Guttempler in Deutschland gehören schon dazu:

In Deutschland haben Public-Health-Aktivist*innen immer schon neidisch nach Schweden und dessen niedrigem Pro-Kopf-Konsum an Alkohol geschaut. Gebt dieses Vorbild nicht auf!«
Frank Lindemann, Beauftragter für Alkoholpolitik und Internationales

Bitte tragen Sie sich hier ein.

Wir danken Ihnen sehr herzlich!

Quelle: MOVENDI International

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