Vier junge Menschen sitzen an einem Holztisch im Freien, lächeln und schauen gemeinsam auf ihre Smartphones.

Belgiens Ministerrat hat grünes Licht für einen Vorschlag von Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke gegeben, die Alkoholwerbung besser und strenger zu regulieren. Auf diese Weise schränkt Belgien die Konfrontation Minderjähriger mit Alkoholwerbung ein und verhindert, dass sich Jugendliche von Werbebotschaften zum Thema Alkohol angezogen fühlen. Darüber hinaus schränkt die Bundesregierung diese Werbung im Internet und in sozialen Medien bei Inhalten ein, die sich an Minderjährige richten. Außerdem wird Alkoholwerbung eine neue Gesundheitswarnung zum Alkoholkonsum enthalten.

Ein geschliffenes Kristallglas mit bernsteinfarbenem Whisky steht auf einer hellen Steinoberfläche. Davor liegen sieben runde, weiße Untersetzer in einer vertikalen Reihe, jeder mit einem kreisförmigen braunen Fleck vom Glas markiert.
Schon ein einziges Glas Alkohol kann Spuren hinterlassen. Der niederländische Gesundheitsrat erklärt, dass es keinen unbedenklichen Alkoholkonsum gibt, da es Hinweise darauf gibt, dass Alkohol mit sieben Krebsarten in Verbindung steht.

Der niederländische Gesundheitsrat hat der Regierung empfohlen, vom Alkoholkonsum abzuraten und diesen zu entnormalisieren. Er kam zu dem Schluss, dass es keine sichere Menge an Alkohol gibt. Nach Ansicht des Rates birgt bereits ein Glas Alkohol pro Tag Gesundheitsrisiken, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko.

Zwei Personenhände übergeben sich einen braunen Umschlag über einem Schreibtisch. Im Vordergrund liegt ein Klemmbrett mit einem unterschriftsreifen Dokument, beschriftet mit 'CONTRACT', daneben ein Metallkugelschreiber. Im verschwommenen Hintergrund ist ein geöffneter Laptop sichtbar.

In einem ausführlichen Artikel befasste sich die niederländische Tageszeitung »De Volkskrant« am 20. Juni 2026 damit, wie die Alkoholindustrie seit Jahrzehnten versucht, über Ärzt*innen und vor allem Forscher*innen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung, die Politikgestaltung und die öffentliche Debatte zum Thema Alkohol zu nehmen. Die Journalistin Maud Effting sprach mit mehreren Personen, die ihre Erfahrungen dazu schildern konnten.