Titelbild des Jahrbuchs Sucht 2023 vor Menschenmenge

Millionen Menschen in Deutschland trinken zu viel Alkohol. »Obwohl der Alkoholkonsum im Vergleich zu den Vorjahren weiter gesunken ist, wird in Deutschland immer noch deutlich mehr Alkohol getrunken als im weltweiten Durchschnitt«, sagt Prof. Dr. Norbert Scherbaum, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) anlässlich der Veröffentlichung des DHS-Jahrbuch Sucht 2023. Die Gründe für den hohen Alkoholkonsum hierzulande sind vielfältig. Alkohol ist als vermeintliches »Kulturgut« gesellschaftlich breit akzeptiert. Auf 10,0 Liter Reinalkohol pro Person ab 15 Jahren beziffert das DHS-Jahrbuch Sucht 2023 den Konsum in Deutschland im Jahr 2020.

Teilnehmer*innen an der Debatte 'Wieviel Werbung darf's denn sein?'

Am 24. April 2023 lud der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung zum Auftakt seiner neuen Veranstaltungsreihe »Debatte (ge)SUCHT« Vertreter*innen aus Wissenschaft, Marketing und Industrie ein und diskutierte mit ihnen über Werbung für Alkohol, Tabak und Glücksspiel.

Blienert forderte dazu eine starke Regulierung von Werbung für Alkohol, Tabak und Glücksspiel. Es müsse Schluss sein mit dem Bierwerbespot bei der Fußballübertragung oder dem Logo auf der Sponsorenwand.

Burkhard Blienert mit Zitat 'Alkohol ist die gefährlichste Droge'

Alkohol ist die gefährlichste Droge, warnt Burkhard Blienert (SPD), der Suchtbeauftragte der Bundesregierung. Er spricht sich für klare Grenzen bei Sponsoring und Marketing von Alkoholanbietern aus.