
Zum Beginn der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien hat Carolin Schürmann, selbst Tochter einer am Alkoholkonsum gestorbenen Mutter, eine Petition gestartet, die ein Ende der Alkoholwerbung in Deutschland fordert.
Es ist an der Zeit, einen neuen gesetzlichen Umgang mit Alkohol in Deutschland zu regeln. Alkohol hat hierzulande einen so hohen kommerziellen und kulturellen Stellenwert, dass die sozialen und gesundheitlichen Schäden in der Bevölkerung kaum noch erkennbar sind. Viele chronische Erkrankungen wirken sich negativ auf die Leistungs- und Regenerationsfähigkeit unserer Volkswirtschaft und unserer Sozialsysteme aus. Die meisten Volkskrankheiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Konsumverhalten und dem Lebensstil der Menschen.
Alkohol zählt zu den größten vermeidbaren Risikofaktoren für Brustkrebs. Die Zusammenhänge zwischen Alkohol und Depressionen sowie Alkohol und Demenz werden vor allem im Bereich der Männergesundheit stark unterschätzt, da Alkohol gerade in politischen und wirtschaftlichen Kreisen unnötig glorifiziert wird.
Trotz international anerkannter Datenlage werden die Risiken des Zellgifts und der Volksdroge in der aktuellen Gesetzgebung ebenso wenig beachtet wie die unzähligen Betroffenenberichte über die verheerenden sozialen Folgen, die sich über Generationen hinweg auswirken.
Quelle: Carolin Schürmann auf Linkedin
