Da das wirtschaftliche Überleben in der freien Marktwirtschaft davon abhängig ist, ständig neben der Erhaltung seines Marktanteils neue Kunden gewinnen zu müssen, wendet sich auch die Alkoholwerbung zwangsläufig an die heranwachsenden Konsumenten, also Kinder und Jugendliche.

Auch wenn die Alkoholindustrie sich vordergründig bemüht, Kinder und Jugendliche nicht unmittelbar umwerben zu wollen, ist es ihr sicherlich kein unerwünschter Nebeneffekt, wenn noch nicht volljährige Generationen über die an Erwachsene gerichtete Werbung den Eindruck vermittelt bekommen, dass Alkoholkonsum nicht nur unproblematisch sei, sondern im Gegenteil sogar mit positiv belegten Attributen wie Glück, Erfolg, Schönheit und sexueller Attraktivität verbunden werden könne.

Durch das Sponsoring aus der Alkoholindustrie wird zudem suggeriert, dass positiv besetzte Ereignisse, wie z. B. die Übertragung von Sportveranstaltungen oder die Ausstrahlung besonders sehenswerter Filme, durch Alkoholkonsum nur noch schöner zu erleben seien.

Kinder und Jugendliche müssen also auch vor der indirekten Beeinflussung durch Alkoholwerbung geschützt werden, denn Werbung für alkoholische Getränke ist immer auch Werbung für gefährliche Produkte.

Deshalb fordern die Guttempler zunächst, die Werbeaufwendungen für alkoholische Getränke nicht länger durch Steuervergünstigungen zu belohnen. Ziel bleibt dabei: keine Werbung mehr für alkoholische Getränke.