Infografik der 5. Auflage des Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung. Die Grafik stellt die 14 Empfehlungen des Kodex übersichtlich dar: Jede Empfehlung ist in einem farbigen Kasten mit Nummer, Thema und passendem Piktogramm abgebildet.

Pünktlich zum Weltkrebstag liegt die fünfte, aktualisierte Auflage des Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung in deutscher Sprache vor. Er wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht und enthält 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können.

Erstmalig beinhaltet er auch konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordern, dass Deutschland seine Präventionspolitik stärker an den Empfehlungen der WHO ausrichtet, um das Potenzial der Krebsprävention voll auszuschöpfen.

Dichte Menschenmenge, von oben fotografiert mit vielen älteren Versammelten, als Hintergrund – darüber gelegt das Cover des 2026er Positionspapiers des Wissenschaftsrates zum Thema 'Für Prävention und Gesundheitsförderung handeln in Wissenschaft, Versorgung und Gesellschaft'.

Das deutsche Gesundheitssystem steht unter Druck. Die Bevölkerung wird älter und kränker. Umweltbelastungen, etwa durch den Klimawandel, wirken sich immer stärker aus. Der Personalmangel in Medizin und Pflege nimmt zu. Obwohl die medizinische Versorgung qualitativ zur Weltspitze gehört, hinkt Deutschland bei der Lebenserwartung hinterher. Dabei ist das Gesundheitssystem mit jährlichen Kosten von 500 Milliarden Euro international eines der teuersten. Wie kann das System entlastet und verbessert werden? Der Wissenschaftsrat fordert hierfür einen Kurswechsel hin zu mehr Prävention.

Eine Kamera auf einem Stativ im Vordergrund, scharf gestellt. Im unscharfen Hintergrund führt eine Frau mit Pferdeschwanz ein Interview mit einem Mann in einem hellblauen Anzug in einem hellen Büro mit großen Fenstern.

Frankreich fällt bei der Umsetzung der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen bewährten Maßnahmen zur Alkoholpolitik weiterhin hinter den Erwartungen zurück – und das trotz erheblicher alkoholbedingter Gesundheitsschäden. Eine neue qualitative Studie beleuchtet die Gründe dafür.

Interviews mit Abgeordneten zeigen, dass diese eine zwiespältige Haltung gegenüber Alkohol einnehmen. Sie bevorzugen Maßnahmen mit geringen Auswirkungen und unterstützen evidenzbasierte Instrumente wie Mindestpreise pro Alkoholeinheit nur begrenzt. Gleichzeitig haben Akteur*innen der Alkoholindustrie häufiger Zugang zu Entscheidungsträger*innen als Vertreter*innen des öffentlichen Gesundheitswesens.

Symbolisches, einfarbig gold gehaltenes Bild auf schwarzem Hintergrund. Ein großer Erdglobus ist wie eine Marionette mit zahlreichen dunklen Fäden durchzogen. Links und rechts sind unkenntliche Männer in Anzügen nur teilweise zu sehen, die an den Fäden ziehen, um den Globus zu manipulieren. Vor dem Globus stehen ein Modell des Palastes von Westminster (Londoner Parlamentsgebäude), ein Rednerpult mit Mikrofon sowie ein Stapel Dokumente – alle ebenfalls von den Fäden umschlungen. Das Bild thematisiert die Manipulation von Weltpolitik, politischen Institutionen und Informationen durch mächtige, im Verborgenen bleibende Akteure.

Der Bericht »The Big Alcohol Exposed Report 2025« dokumentiert, wie kommerzieller Druck die Alkoholindustrie dazu veranlasste, ihre Lobbyarbeit, Narrativkontrolle und digitale Werbung weltweit zu intensivieren. Basierend auf 1.300 dokumentierten Fällen und 77 unabhängigen Studien deckt er ein globales System der Einflussnahme auf, das trotz starker öffentlicher Unterstützung eine evidenzbasierte Alkoholpolitik behindert. Durch die Aufdeckung dieses Systems entsteht Raum für entschlossene Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, der Gerechtigkeit und der demokratischen Politikgestaltung.