
Jugendliche schützen, Gesundheitskosten senken, Staatseinnahmen erhöhen: unter diesem Motto ruft die »Initiative Kinder ohne Alkohol und Nikotin« die Bundesregierung dazu auf, die Preise von Tabak- und Nikotinprodukten zu erhöhen.
Noch immer sind in Deutschland Tabak- und Nikotinprodukte so günstig, dass sie für Kinder und Jugendliche erschwinglich sind und – trotz Verbots – von ihnen verwendet werden. Um Kinder und Jugendliche vor dem Einstieg in den Tabak- und Nikotinkonsum zu schützen, sind höhere Preise für diese Produkte unbedingt notwendig. Regelmäßige, deutliche Tabaksteuererhöhungen sind die wirksamste Maßnahme, den Tabakkonsum zu verringern.
Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland unterstützt regelmäßige Tabaksteuererhöhungen.«
Zu diesem Ergebnis kommt eine Bevölkerungsumfrage, die vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Auftrag gegeben wurde.
Große Unterstützung für Tabaksteuererhöhungen und eine Präventionsabgabe

In einer aktuellen Umfrage, die das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Auftrag gegeben hat, befürworten 66 Prozent der Befragten eine Erhöhung der Tabaksteuer und 73 Prozent eine Herstellerabgabe auf Tabakprodukte und E-Zigaretten, die gezielt für Präventionsmaßnahmen genutzt werden kann.
Weiterlesen: Große Unterstützung für Tabaksteuererhöhungen und eine Präventionsabgabe
Deutliche Tabaksteuererhöhungen führen dazu, dass rauchende Menschen ihren Konsum verringern, dass die Motivation für einen Rauchstopp steigt, dass ehemals Rauchende rauchfrei bleiben und vor allem Jugendliche gar nicht erst anfangen zu rauchen. Höhere Tabaksteuern retten somit Leben und reduzieren die gesundheitlichen Folgekosten des Konsums.
Durch eine Anhebung der Tabaksteuer um jährlich 10 % über 10 Jahre hinweg könnten bei Männern rund 9 % und bei Frauen rund 7 % der durch Rauchen bedingten Krebsneuerkrankungen vermieden werden. Eine Anhebung der Tabaksteuer entlastet das Gesundheitssystem und erhöht zudem die Staatseinnahmen.
Im Sinne des Jugendschutzes schließt sich die Initiative Kinder ohne Alkohol und Nikotin den Handlungsempfehlungen des Deutschen Krebsforschungszentrums an. Im heute versandten Schreiben der Initiative ans Bundesgesundheitsministerium wird die Ministerin Nina Warken ausdrücklich darum gebeten, sich für höhere Tabakpreise in Deutschland und auf EU-Ebene bei der Überarbeitung der EU-Richtlinie zur Tabakbesteuerung einzusetzen.

Folgende Organisationen haben diesen Appell unterzeichnet:
- Aktionsbündnis Nichtrauchen,
- Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung,
- Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit,
- astra plus/Netzwerk der astra plus-Pflegeschulen,
- Blaues Kreuz Deutschland,
- Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit,
- Centre for Health and Society (chs),
- Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten,
- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen,
- Deutsche Krebshilfe,
- Deutsches Krebsforschungszentrum,
- Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/rauchfrei plus,
- Friedensband,
- Guttempler in Deutschland,
- Health Care Plus,
- IFT-Nord,
- Institut für Allgemeinmedizin (ifam),
- Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST),
- Movendi International,
- NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien,
- Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg,
- Nichtraucherschutzverband Deutschland,
- Unfairtobacco
