Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar

In der Nähe der Stadien der Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2022 wird kein Alkohol verkauft werden. Die katarischen Behörden haben beschlossen, dass dort nur noch alkoholfreie Produkte verkauft werden dürfen. Die FIFA und der Bierriese AB InBev haben keine andere Wahl, als dem zu folgen.

Die Biermarke Budweiser von AB InBev ist Sponsor der FIFA und zahlt ihr alle vier Jahre rund 75 Millionen Dollar. Im Gegenzug erhält der Bierriese Zugang zur enormen Fangemeinde der FIFA.

Die katarischen Behörden haben beschlossen, dass während der FIFA-Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2022 in der Nähe der Stadien nur noch alkoholfreie Getränke verkauft werden dürfen. Die Ankündigung erfolgt nur zwei Tage vor Beginn der Spiele am 20. November 2022.

Letzte Woche ordnete die Staatsspitze an, die Bierzelte mit der Marke Budweiser aus der Nähe der Stadien zu entfernen.

Nun dürfen in der Nähe der acht WM-Stadien keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden. Die Bierzelte mit der Marke Budweiser werden möglicherweise durch markenlose Zelte ersetzt. Dort wird nur noch die alkoholfreie Marke »Budweiser Zero« verkauft.

Diese Entscheidung wurde durch eine Erklärung der FIFA bestätigt.

Nach Gesprächen zwischen den Behörden des Gastgeberlandes und der FIFA wurde beschlossen, den Verkauf von alkoholischen Getränken auf das FIFA-Fan-Festival, andere Fan-Destinationen und lizenzierte Veranstaltungsorte zu konzentrieren«, teilte die FIFA laut New York Times mit.

In der Erklärung heißt es, dies würde bedeuten, dass »die Verkaufsstellen für Bier aus dem Umkreis der Stadien der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar entfernt werden«.

Schon bei der Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hat die FIFA der Alkoholindustrie gehorcht und die Behörden dazu gedrängt, die Alkoholgesetze zu ändern und Alkohol in den Stadien zu erlauben. Dieses Mal mussten die FIFA und AB InBev die Werte und Gesetze des Gastgeberlandes respektieren. Immerhin bis zu einem gewissen Grad.

Katar verlegt Bierverkaufsstellen zum Ärger von FIFA und Alkoholsponsor AB InBev

Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar

Auf höchster Ebene des katarischen Staates wurde angeordnet, die Bierzelte mit der Marke Budweiser aus der Nähe der Stadien zu entfernen.

Die Mehrheit der Menschen in Katar lebt alkoholfrei. Die Anordnung, die Bierzelte zu verlegen, zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen der prominenten Präsenz von Alkohol in der Nähe von Stadien zu verringern.

Der Schritt in letzter Minute zeigt auch, wie sehr die FIFA den Bierriesen AB InBev dabei unterstützt, die Weltmeisterschaft für Alkoholwerbung zu nutzen.

FIFA nötigt brasilianische Regierung zur Gesetzesänderung

Herrenfußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

Der Fußball-Weltverband FIFA besteht darauf, dass bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien an allen Spielorten Alkohol ausgeschenkt werden darf. Die FIFA spricht sogar von einem Recht auf Bierverkauf. Der Alkoholverkauf ist jedoch aus brasilianischen Stadien verbannt, als eine Maßnahme zur Gesundheitsförderung wie auch der Gewaltprävention. Der brasilianische Gesundheitsminister hat darum den Kongress dringend um Aufrechterhaltung des Alkoholverbots im neuen »WM-Gesetz« gebeten.

Die Entscheidung bedeutet jedoch nicht, dass bei der Weltmeisterschaft kein Alkohol verkauft wird. Die FIFA hat bereits die schmutzige Arbeit für die Alkoholindustrie erledigt und die Weltmeisterschaft von den katarischen Alkoholgesetzen ausgenommen. Daher wird Alkohol bei der WM verkauft werden,

  • beim Fan-Fest und
  • in den Luxussuiten der Stadien, die für FIFA-Funktionär:innen und andere wohlhabende Gäste reserviert sind.
  • Beim Arcadia Spectacular 2022 in Katar wird täglich 17 Stunden lang Alkohol verkauft werden.

Nach katarischem Recht ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Dies steht im Einklang mit der katarischen Kultur, in der die meisten Menschen alkoholfrei leben. Alkoholische Produkte sind jedoch in ausgewiesenen Hotelbars erhältlich, die hauptsächlich für Ausländer:innen bestimmt sind.

Wie bereits berichtet, hat die FIFA Lobbyarbeit in Katar geleistet, um die Weltmeisterschaft von den dortigen Alkoholgesetzen auszunehmen und die katarische Kultur, in der Alkoholkonsum nicht die Norm ist, zu ignorieren, damit die Alkoholindustrie ihre Gewinne maximieren kann.

AB InBev und die FIFA

Die Marke Budweiser von AB InBev ist seit über 35 Jahren Sponsor der FIFA-Herrenfußball-Weltmeisterschaft. Die WM 2022 wird die zehnte Veranstaltung sein, die von Budweiser gesponsert wird. Das Sponsoring verschafft der Biermarke bestimmte Vorteile. Dazu gehören die Exklusivrechte für den Bierverkauf bei der Veranstaltung und Marketingrechte.

Berichten aus dem Jahr 2010 zufolge zahlt Budweiser jedes Jahr zwischen 10 und 25 Millionen Dollar für Sponsorenrechte an die FIFA. Die New York Times berichtet, dass Budweiser alle vier Jahre rund 75 Millionen Dollar für den Sponsorvertrag zahlt.

Die FIFA ist sogar so weit gegangen, dass sie ihre 2019 unterzeichnete Partnerschaft mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Katar missachtet hat, um der Alkoholindustrie zu Willen zu sein. Die Partnerschaft mit dem Titel »Healthy FIFA World Cup Qatar 2022™ – Creating Legacy for Sport and Health« zielte darauf ab, die Weltmeisterschaft gesünder und sicherer zu machen und durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten mit der WHO einen gesunden Lebensstil zu fördern.

Special Feature: Exposing FIFA’s Dirty Work for Big Alcohol

Infantino im Geldregen

This special feature exposes FIFA’s long history of doing dirty work for Big Alcohol, specifically AB InBev, whose brand Budweiser is a long-term sponsor of FIFA.

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Quelle: MOVENDI International

Übersetzt mit www.DeepL.com