Kadri Vanem

»Viele junge Menschen sind heute immer noch dem Gesellschaftszwang, Alkohol zu trinken, unterlegen. Dies muss geändert werden, vor allem durch ein allgemeines Werbeverbot für Alkohol jeglicher Art. Zum anderen müssen die Initiativen und Jugendverbände unterstützt werden, bei denen junge Menschen sich in einer alkoholfreien Umgebung frei entfalten und eigenständige Entscheidungen treffen können – ohne Gruppen- und Gesellschaftszwang.«

Kadri Vanem, Tartu
Parlamentarische Mitarbeiterin im Büro von MdEP Tunne Kelam (bis 2019), Europäisches Parlament

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Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem eine Sportwetten-Website mit Live-Quoten für Fußballspiele zu sehen ist. Im unscharfen Hintergrund zeigt ein großer Fernseher ein laufendes Fußballspiel auf einem grünen Rasen.

Mit dem Ende der Vereinssaison richten die Fußballfans ihren Blick auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Gleichzeitig setzt sich ein aus Sicht des Bündnisses gegen Sportwetten-Werbung (BgSwW) zunehmend besorgniserregender Trend fort: Die Präsenz von Sportwettanbietern im Umfeld des Sports wächst weiter – trotz der bekannten Risiken von Glücksspiel und Glücksspielsucht.

Sportwetten sind und bleiben Glücksspiel. Dennoch werden sie zunehmend als selbstverständlicher Bestandteil des Sporterlebnisses inszeniert. Besonders problematisch ist, dass Minderjährige und andere verletzliche Gruppen der Werbung nahezu schutzlos ausgesetzt sind.