Zwei junge Mädchen in roten Samtkleidern mit Sternen sitzen auf einem weichen Teppich vor einem hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Sie schauen sich lächelnd an und halten Weihnachtsgeschenke in den Händen.

Weihnachten ist das Fest der Kinder. In dieser Jahreszeit sollte es mehr als alles andere um ihre Sicherheit, ihre Erwartungen und ihre Freude gehen, schreibt Vigleik M. Aas in diesem Beitrag.

Ich möchte einen Beitrag schreiben, in dem ich dazu aufrufe, dieses Jahr ein »weißes Weihnachtsfest« zu feiern. Es ist nicht, weil es schwer zu schreiben ist, aber ich empfinde es als anspruchsvoll. Da ich selbst alkoholfrei lebe, ist »weiße Weihnachten« für mich eine Selbstverständlichkeit. Kein Opfer.

Und wenn man als Abstinenter andere dazu auffordert, keinen Alkohol zu trinken, bewegt man sich auf einem schmalen Grat: Die Gefahr, als moralisierend wahrgenommen zu werden, ist groß. Und so unangenehm ist das »Moralisten-Etikett«, dass man versucht ist, darauf zu verzichten. Aber ich entscheide mich trotzdem, es zu schreiben.

Denn in diesem Beitrag geht es nicht um mich, meine Entscheidung oder darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Es ist kein Beitrag gegen diejenigen, die Alkohol trinken.

Es ist ein Beitrag für die Kinder.

Weihnachten ist das Fest der Kinder. Es ist die Zeit des Jahres, in der es mehr als alles andere um ihre Sicherheit, ihre Erwartungen und ihre Freude gehen sollte. Und wir wissen – aus der Forschung und aus schmerzhaften Erfahrungen –, dass für viel zu viele Kinder Sicherheit durch Unsicherheit ersetzt wird, wenn Alkohol ins Spiel kommt.

Kinder bemerken Veränderungen bei uns Erwachsenen lange bevor wir sie selbst wahrnehmen. In der Stimme, im Blick, im Lachen. Was für uns »nur gute Laune« ist, kann für ein Kind unvorhersehbar und beängstigend sein. Sie spüren die Nuancen der Sicherheit besser, als wir glauben.

Es wird viel über Prävention gesprochen: über psychische Gesundheit, Kinderfürsorge, Ausgrenzung und Drogenkonsum. Doch das beginnt nicht im Gesundheitswesen, in der Schule oder bei der Polizei. Es beginnt zu Hause am Küchentisch – vielleicht gerade zu Weihnachten. Wenn wir uns als Erwachsene dafür entscheiden, Weihnachten ohne Alkohol zu feiern, senden wir unseren Kindern ein klares Signal darüber, was Sicherheit und Gemeinschaft bedeuten. Das ist ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag zur Prävention – mit Liebe statt mit dem Zeigefinger.

Bei einem »weißen Weihnachtsfest« geht es nicht darum, diejenigen zu verurteilen, die sich ein Glas gönnen. Es geht darum, den Kindern eine Garantie zu geben. Eine Garantie, dass die Erwachsenen, denen sie am meisten vertrauen, den ganzen Abend über zu 100 % präsent, berechenbar und sicher sind – genau das, was Kinder brauchen. Wir unterschätzen oft, wie genau Kinder uns beobachten. Das gilt nicht nur, wenn sie klein sind, sondern auch, wenn sie zu Jugendlichen werden, die ihre eigenen Grenzen ausloten. Die Sicherheit, die sie an Weihnachten erfahren haben, wird später Teil ihres Kompasses im Leben.

Ich schreibe dies als stolzer Leiter einer Organisation, die sich seit über hundert Jahren genau dafür einsetzt – für sichere Gemeinschaften, in denen Kinder und Jugendliche zu ganzen Menschen heranwachsen können, mit Herz, Verstand und Willen. Die Christliche Vereinigung für junge Frauen – Christliche Vereinigung für junge Männer Norwegen (KFUK-KFUM) glaubt an den Wert präsenter Erwachsener und an Gemeinschaften, in denen sich niemand ausgeschlossen fühlen soll.

Werbegrafik mit einem roten, glitzernden, weihnachtlich verpackten Geschenk mit goldener Schleife. Links steht in roter Schrift: 'Auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für dein Kind?' Darunter auf braunem Hintergrund: 'Wir hätten da 'was'. Unten in weißer Schrift auf grünem Hintergrund: 'Wie wär's mal mit alkoholfreien Festtagen!' Rechts unten ist ein braunes Lebkuchenmännchen mit der Aufschrift 'Weiße Weihnacht'. Ganz unten grüne Leiste mit der Website 'www.weisse-weihnacht.info' und Symbolen für Social Media.

Ein »weißes Weihnachtsfest« ist kein Verbot – es ist Ausdruck desselben Gedankens: dass Sicherheit und Liebe an erster Stelle stehen müssen. Und deshalb schließen wir uns der Aufforderung der Guttempler-Kampagne »Weiße Weihnacht« an, sich für alkoholfreie Getränke zu entscheiden, wenn man mit Kindern zusammen ist.

Vielleicht liegt das schönste Geschenk dieses Jahr nicht unter dem Baum, sondern in dem Glas, das leer bleibt.

Sorgen wir dafür, dass ihre Weihnachtserinnerungen von Lebkuchen, Geschenken und vertrauenswürdigen Erwachsenen geprägt sind. Von nichts anderem.

Danke fürs Lesen – auch wenn es von einem »Moralisten« stammt.

Quelle: an.no

Übersetzt mit www.DeepL.com