Euro-Banknoten mit Wäscheklammern an Leine hängend
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Preisbildungsmaßnahmen sind erwiesenermaßen ein wirksames Mittel, um den (problematischen) Konsum von Alkohol einzudämmen. Je höher die Preise für alkoholische Getränke sind, desto weniger wird konsumiert. Dieser Zusammenhang, also die Preiselastizität alkoholischer Getränke, ist hinreichend belegt und der Effekt von Preiserhöhungen ist im Vergleich zu anderen Interventionen substanzieller. Je nach Getränk, Bevölkerungsgruppe und Land kann der Rückgang des Konsums variieren. Belegt ist jedoch, dass Alkoholkonsumierende, die häufiger und größere Mengen trinken, billigen Alkohol bevorzugen.

Zwei Mädchen auf Skateboard hockend klatschen sich gegenseitig die Hände

Eine brandneue Studie, die im Lancet veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass die Alkohol-Mindestpreispolitik in Schottland eine nachhaltige Wirkung zeigt. Seit der Einführung im Jahr 2018 gab es einen Rückgang der Alkoholkäufe in den Haushalten um 7,7 %.

Wales hat den Mindestpreis im letzten Jahr eingeführt und verzeichnet ebenfalls einen ähnlichen Trend bei der Reduzierung von privaten Alkoholkäufen.

Die Daten zeigen, dass der Mindestpreis für Alkohol eine wirksame Maßnahme zur Reduzierung der Alkoholkäufe ist, insbesondere in den Haushalten mit den höchsten Käufen.

Preisschild: "Sale 100"

Eine neue Studie des schwedischen Gesundheitsministeriums belegt, dass Mindestpreise auf Alkohol dessen Konsum, Krankheiten und Tod senken helfen und dadurch zu mehr gesundheitlicher Gleichheit führen.

Diese alkoholpolitische Maßnahme, die sich EU-weit als am wirksamsten erwiesen hat, ist zugleich von allen alkoholpolitischen Maßnahmen die unpopulärste.