Computer-Tastatur mit Einkaufswagen auf Eingabetaste
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Der Online-Handel floriert, immer mehr Lebensmittel werden im Internet zum Kauf angeboten. Dies gilt auch für alkoholische Getränke. Kinder und Jugendliche gehören dabei zu den besonders schützenswerten Personengruppen – auch beim Einkauf von Alkohol im Internet. Bier und Wein dürfen erst ab 16, Alcopops und Spirituosen erst ab 18 Jahren abgegeben werden. Online ist das Alter der Besteller*innen jedoch nicht einfach festzustellen.

Ein Check der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zeigte 2018, dass zwei von acht Online-Händlern nicht einmal die Informationen über die Altersbeschränkung auf ihren Webseiten angaben. Bei vielen genügte eine Bestätigung der Altersangabe über eine Checkbox oder einen Button – andere wälzten die Aufgabe der Alterskontrolle gleich ganz auf die Paketdienste ab.

Diese bestehenden Gesetzeslücken müssen geschlossen werden, denn der Jugendschutz muss erst recht im Internet gelten.

Smartphone, aus dem eine Hand ein Tablett mit Alkoholflaschen trägt

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie war eine der Hauptstrategien der Alkoholindustrie, ihre eigenen privaten Profitinteressen voranzutreiben, die Lieferung von Alkohol und pandemiezentriertes Marketing. Ein Beispiel dafür ist Drizly - eine App zur Lieferung von Alkohol auf Abruf in den USA. Mehrere Alkoholmarken haben stark in Werbung innerhalb der Drizly-Plattform selbst investiert, um den Umsatz und den Konsum zu steigern. Dies zeigt die eklatante Missachtung der Gesundheit der Menschen durch die Alkoholindustrie, selbst während einer Gesundheitskrise.

Drizly ist eine App zur Lieferung von Alkohol auf Abruf in den Vereinigten Staaten (USA). Die App ist zu einem wichtigen Akteur in der Strategie von Big Alcohol geworden, die laufende Coronavirus-Pandemie zu nutzen, um Alkohol stark zu vermarkten und den Konsum in der Bevölkerung zu steigern.