Zwei Hände halten farbenfrohe, alkoholfreie Getränke in Grün und Orange, garniert mit Zitronenscheiben. Daneben ist eine Informationsbroschüre des Deutschen Krebsforschungszentrums mit dem Titel 'Ohne Alkohol: Spürbare Vorteile für die Gesundheit' zu sehen.

Alkohol ist ein Zellgift, das abhängig machen kann und jedes Organ im Körper schädigt. Vielen ist nicht bewusst, dass Alkohol krebserzeugend ist. In Deutschland sterben jährlich etwa 44.000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum. Es gibt keine risikofreie Menge für einen unbedenklichen Konsum. Wer alkoholfrei lebt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes.

Weniger oder gar kein Alkohol

Alkoholfreiheit kann ganz unterschiedlich aussehen. Viele probieren eine zeitlich begrenzte oder phasenweise alkoholfreie Lebensweise aus, beispielsweise während der Fastenzeit oder im Aktionsmonat »Dry January«. So sind die Alkoholverkäufe im Januar 2024 im Vergleich zum Vormonat um fast 50 Prozent zurückgegangen. Andere entscheiden sich für eine dauerhafte alkoholfreie Lebensweise.

Der gesundheitliche Nutzen von weniger Alkohol oder einem Konsumstopp variiert von Person zu Person und hängt von den bisherigen Konsumgewohnheiten sowie der Dauer der Abstinenz ab. Bereits nach einem Monat ohne Alkohol können sich positive Veränderungen für Körper und Psyche zeigen. Eine zeitlich begrenzte Alkoholpause bietet zudem die Chance, das eigene Konsumverhalten zu überdenken und zu verändern. Die Studienlage zeigt deutlich: Viele gesundheitliche Risiken durch Alkohol hängen von der getrunkenen Menge ab. Eine deutliche Reduzierung des Alkoholkonsums oder ein vollständiger Konsumstopp minimieren daher die gesundheitlichen Risiken und führen zu einer Verbesserung der allgemeinen Gesundheit.

Titelseite 'Ohne Alkohol: Spürbare Vorteile für die Gesundheit'.

In einem neuen Faktenblatt listet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) die gesundheitlichen Auswirkungen eines Alkoholstopps auf:

  • Gewichtsverlust,
  • besserer Schlaf,
  • geringeres Risiko für Depression und Angststörungen,
  • schönere Haut,
  • Entlastung der Leber,
  • Blutdruck normalisiert sich,
  • leistungsfähigeres Gehirn, und
  • das Risiko für alkoholbedingte Krebserkrankungen sinkt.

Sober October

Viele gesundheitliche Risiken durch Alkohol hängen stark von der konsumierten Menge ab. Es zeigt sich ein klarer Zusammenhang:

Je weniger Alkohol konsumiert wird, desto besser ist es für die Gesundheit. Optimal, insbesondere im Hinblick auf die Krebsprävention, ist es, gar keinen Alkohol zu trinken.

Der »Sober October« (nüchterne Oktober) bietet jedes Jahr einen guten Anlass, den Alkoholkonsum und die gesundheitlichen Folgen von Alkohol stärker in den Fokus zu rücken. Ein alkoholfreier Monat bietet eine gute Gelegenheit, das eigene Konsumverhalten bewusster wahrzunehmen. In welchen Situationen greife ich zum Alkohol und aus welchen Gründen? Dabei stellen viele Menschen fest, dass Entspannung und gute Stimmung auch ohne Alkohol möglich sind. Oft entsteht sogar das Gefühl, sich insgesamt energiegeladener und wohler zu fühlen.

Probieren Sie es einfach einmal aus! Jeder alkoholfreie Tag zählt.«
DKFZ

Für alkoholabhängige Menschen kann ein plötzlicher, vollständiger Konsumstopp von Alkohol gesundheitlich riskant sein. Ein Entzug sollte deshalb immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Vorübergehende Alkoholfreiheit als Herausforderung: Was müssen wir wissen?

Drei Frauen prosten der Kamera mit Orangensaft- und Mineralwasserflaschen zu.

Die Teilnahme an Kampagnen zur vorübergehenden Alkoholfreiheit – wie beispielsweise »Dry January«, »Sober October«, »NOvember« – nimmt in mehreren Ländern weiter zu. Die vorübergehende Alkoholfreiheit im Rahmen solcher Kampagnen wird mit dauerhaften Vorteilen in Verbindung gebracht, einschließlich einer Verringerung des Alkoholkonsums nach der Teilnahme.

Langfristige gesellschaftliche Trends machen der Weinindustrie zu schaffen

Umgestürzes Glas mit ausgelaufenem Rotwein

Die Weinindustrie verliert ihren Platz in der Gesellschaft, da junge Menschen sich von Alkoholprodukten abwenden. Im vergangenen Jahr ist der Weinabsatz Berichten zufolge um 2 % zurückgegangen.

Wein wird immer noch als Luxusprodukt vermarktet. Während dies für die Babyboomer noch attraktiv sein mag, ist es nicht das, was jüngere Generationen schätzen oder bevorzugen. Junge Menschen legen mehr Wert auf Erfahrung als auf Status. Sie legen Wert auf Umweltschutz und soziale Verantwortung und suchen nach Unternehmen mit ähnlichen Werten. Und die Weinindustrie passt einfach nicht in diese Beschreibung, wenn man bedenkt, welchen Schaden ihre Produkte und Praktiken verursachen, einschließlich schwerer Menschenrechtsverletzungen.