Eine junge Frau im Halbdunkel liegend, die lächelnd auf ihr Smartphone schaut. Ein eingeblendeter Chatverlauf zeigt die Nachricht auf Niederländisch: »Pa, zaterdag mijn sweet sixteen feestje. Zorg jij voor de wijn?« (Papa, Samstag ist meine Sweet-Sixteen-Party. Kümmerst du dich um den Wein?). Darunter steht der Name »Lotte, Dirksland«. Unten rechts prangt das gelbe Logo der Kampagne »LATEN WE NUCHTER BLIJVEN .nl« (Bleiben wir nüchtern).
Papa, am Samstag ist meine »Sweet Sixteen«-Party. Kümmerst du dich um den Wein?

Die niederländische Kampagne »Laten we nuchter blijven« (zu Deutsch: »Lasst uns nüchtern bleiben«) hilft Eltern und Betreuer*innen dabei, mit Jugendlichen über Alkohol, Rauchen und E-Zigaretten zu sprechen.

Die Kampagne wurde im Februar 2024 von der Gemeinde Goeree-Overflakkee und lokalen Partnerorganisationen ins Leben gerufen und konzentrierte sich zunächst auf Alkohol, bevor sie 2025 auf das Rauchen und das Dampfen ausgeweitet wurde. Die Kampagne verbindet klare Grenzen mit offenen Gesprächen und ermutigt Eltern, eine aktive Rolle zu übernehmen, ohne jedes Gespräch zu einer Konfrontation werden zu lassen.

Die Initiative entstand aus lokalen Gesundheitsstudien, die zeigten, dass Jugendliche auf Goeree-Overflakkee mehr Alkohol tranken als Jugendliche in den umliegenden Regionen und bereits in jüngerem Alter mit dem Alkoholkonsum begannen. Die Ergebnisse verdeutlichten zudem die Rolle der Erwachsenen bei der Beschaffung von Alkohol. Die Kampagne greift alltägliche Situationen auf, beispielsweise wenn ein Jugendlicher seine Eltern bittet, Getränke für eine Party zu kaufen, oder wenn er bei Freund*innen Bier erhält. Sie ermutigt Eltern, diese Situationen offen zu besprechen und darüber nachzudenken, welche Botschaften ihre eigenen Entscheidungen vermitteln.

Logo von »Laten we nuchter blijven«.

Die Website bietet praktische Tipps für Gespräche, Informationen zu Alkohol, Rauchen und E-Zigaretten sowie Einschätzungen von Fachleuten aus der Region. Eltern werden dazu ermutigt, einen entspannten Moment zu wählen, ihrem Teenager zuzuhören, sich mit relevanten Informationen vorzubereiten und die Gründe für die Familienregeln zu erläutern. Ein Toolkit zum Herunterladen enthält Kampagnenlogos, vorgefertigte Texte und Bilder für soziale Medien sowie eine Infografik mit lokalen Forschungsergebnissen. Familien, die sich Sorgen um den Substanzkonsum ihres Teenagers machen, werden außerdem an die Hilfsorganisation YOUZ verwiesen.

Die Kampagne hat ihre Botschaft in den öffentlichen Raum getragen. Im Rahmen des »Concert at Sea« im Juni 2026 wurden auf Goeree-Overflakkee und dem benachbarten Schouwen-Duiveland gelbe Plakate aufgehängt, die Familien dazu ermutigten, über den Substanzkonsum zu sprechen, bevor ihre Teenager das Festival besuchten. Eine der Botschaften lautet:

Ein gutes Gespräch hält länger an als ein Kater.«

Indem die Kampagne alltägliche Familiensituationen mit sichtbaren Botschaften in der Öffentlichkeit verknüpft, gibt sie Eltern praktische Anhaltspunkte, wie sie Gespräche anstoßen und am Laufen halten können.

Weitere Informationen zu »Laten we nuchter blijven«.

Eltern beeinflussen das Alkoholkonsumverhalten der Kinder

Kinder sitzen mit Eltern auf Couch, die Alkohol trinken und rauchen

Eine Studie hat ergeben, dass Kinder das Alkoholkonsumverhalten von Erwachsenen schon in jungen Jahren verinnerlichen können, obwohl sie selbst erst im Jugendalter Alkohol trinken. Die in den Niederlanden durchgeführte Studie befragte 329 Kinder, die anhand einer elektronischen Aufgabe alkoholische Getränke einer Reihe von Personen zuordneten.

Neue Studie warnt vor schädlichen Auswirkungen von »Alkohol-Posts« in sozialen Medien

Fiktiver Warnhinweis über einem Foto mit vier Frauen, die mit Weingläsern anstoßen. Die Warnung fragt: Bist du sicher, dass du einen Beitrag mit alkoholbezogenen Inhalten posten möchtest? Es gibt zwei Buttons zur Reaktion: 1. Mir doch egal, 2. Besser nicht.

Viele Jugendliche posten regelmäßig Fotos von sich mit einem Glas Bier oder Wein in der Hand. Solche »Alkohol-Posts« könnten aber dazu führen, dass mehr Jugendliche Alkohol trinken. In einer neuen Studie hat die Kommunikationswissenschaftlerin Hanneke Hendriks Studierende nach ihren Lösungsideen befragt.

Quelle: Alcohol Awareness

Übersetzt mit www.DeepL.com