Frauenhände halten Smartphone, auf dessen Display ein irreführender Beitrag auf Politico zu sehen ist. Daneben der Text 'Warnung vor irreführenden Inhalten' sowie das Eurocare-Logo.

Die Europäische Allianz für Alkoholpolitik (Eurocare) hat heute eine Gesundheitswarnung vor potenziell irreführenden, von der Alkoholindustrie gesponserten Inhalten auf der Website von Politico veröffentlicht.

Nur wenigen Leser*innen dürfte bewusst sein, dass der unschuldig benannte Sponsor, die International Alliance for Responsible Drinking (IARD), große internationale Interessen der Alkoholindustrie vertritt.

Dies ist wichtig, um zu verstehen, warum die Alkoholindustrie dafür bezahlt hat, die klare Gesundheitsbotschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu untergraben, dass es kein sicheres Maß an Alkohol gibt.

Das Ziel von IARD ist die Maximierung des Alkoholverkaufs für die Unternehmen, die sie finanzieren, ein Ziel, das in direktem Widerspruch zur Bereitstellung zuverlässiger Informationen für die öffentliche Gesundheit steht.

Jede Minute sterben in Europa zwei Menschen an den Folgen von Alkohol. Diese enorme Zahl von Todesfällen ist das Ergebnis des außergewöhnlich hohen Alkoholkonsums in der Region. Viele der Toten sind keine starken Konsument*innen.

Nur wenige wissen, dass das Krebsrisiko direkt mit dem Alkoholkonsum steigt, wobei das Brustkrebsrisiko bei Personen, die weniger als ein alkoholisches Getränk pro Tag zu sich nehmen, immer noch deutlich erhöht ist.

Die Hälfte aller alkoholbedingten Krebserkrankungen in der Europäischen Region der WHO ist auf »leichten« und »mäßigen« Alkoholkonsum zurückzuführen, mehr als die Hälfte davon auf Brustkrebs.

Die Zivilgesellschaft, die sich für den Schutz der Bürger*innen vor alkoholbedingten Schäden einsetzt, ist sich daher mit der WHO einig, dass es »kein sicheres Maß« an Alkohol gibt und dass »weniger besser« ist.

Eurocare ist sehr besorgt darüber, dass der EU-Vorschlag zur Alkoholkennzeichnung bereits seit sechs Monaten überfällig ist und zunehmend Gefahr läuft, über das Ende der laufenden Legislaturperiode hinaus verzögert zu werden.

Irland führt als erstes Land verpflichtende Gesundheitswarnungen auf alkoholischen Produkten ein

Paar betrachtet Etikett auf Weinflasche vor Supermarktregal. Eingeblendet zwei Fotos von Kristína Šperková und Sheila Gilheany.

Irland konnte endlich das Recht seiner Bürger*innen auf klare und präzise Warnungen vor den schädlichen Auswirkungen von Alkohol auf allen alkoholischen Produkten durchsetzen. Seit der ersten Bekanntgabe dieses Gesetzesvorschlags in der EU übt die Alkoholindustrie massiven Druck aus, um diese Entscheidung zu Fall zu bringen.

Die europäischen Bürger*innen haben ein Recht auf klare, gesundheitsorientierte Botschaften aus zuverlässigen Quellen der Gesundheitsberatung, um bessere Entscheidungen treffen zu können.

Die EU darf diese Chance nicht verpassen. Auch die Medien müssen dafür sorgen, dass die Diskussion richtig geführt wird.

Quelle: EuroCare

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