Das Logo zeigt eine Grafik mit einem dunklen Kreis, in dem zwei Kinder in grün und orange nebeneinander mit ausgestreckten Armen hervorspringen. Daneben der Text: Kinder ohne Alkohol und Nikotin.

Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin

Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

Unterstützen Sie unsere Initiative!

alkoholkennzeichnung gesundheitswarnungen

Warum stehen auf Mineralwasser mehr Verbraucher-Infos als auf Wein?

Kürzungen, Verschwendung, Verschuldung sind die Zutaten, die den jungen Europäern die Menschenrechtsfeier verderben.

Während sich überall auf der Welt Bewegungen für mehr Rechte einsetzen, verschlechtert sich die Menschenrechtssituation in Europa. Unter diesen Vorzeichen begehen ACTIVE (»sobriety, friendship, peace«) und ihre Kampagne »Human Rights Generation« den Internationalen Tag der Menschenrechte:

»Europa nimmt an der Menschenrechtsfeier mit einem einzigartigen Cocktail teil,« sagt Andrea Lavesson, Präsidentin der europäischen Jugendorganisation. »Ein Cocktail mit drei besonderen Zutaten: ständig steigende Schuldenlasten auf jungen Europäern, Ausgabenkürzungen in Lehre, Bildung und Sozialleistungen und Erwachsene, die das noch vorhandene Geld verschwenden.«

Die Krise beeinträchtigt das Wohlbefinden und die Lernfähigkeit junger Menschen in Europa. Fehlende Zukunftsperspektiven für Jugendliche sind in vielen Ländern charakteristisch, besonders durch verschlechterte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig beschließen Entscheidungsträger die Ausgaben für Programme zur Föderung von Kindern und Jugendlichen zu küürzen. Zum Beispiel erfordert das »Sparpaket« in Deutschland 37% Kürzungen der Sozialausgaben.

Navanethem Pillay, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte spricht von weltweiten Erfolgen 2011 für die »Freiheit von Not und Freiheit von Angst«.

»In Europa hingegen steigern die Entscheidungsträger Not und Angst unter jungen Menschen,« sagt Andrea Lavesson von ACTIVE. »Wir haben uns durch Human Rights Generation mit zahlreichen Themen beschäftigt und was wir dabei herausfanden, ist ein sauer schmeckender Cocktail, der jede Party und jeden Spaß verdirbt, wie es Alkohol gewöhnlich tut.«

Mit öffentlichen Veranstaltungen in Europa hat Human Rights Generation darauf aufmerksam gemacht, dass die Europäische Kommission 7,5 Millionen Euro für Privatjets, Cocktail-Partys und luxuriöse Urlaube ausgegeben hat. Die zwei Sitze des Europäischen Parlaments in Brüssel und Straßburg kosten jedes Jahr 210 Millionen Euro. Korruption kostet die EU jährlich 120 Milliarden Euro. Und die sozialen Folgekosten der Alkoholschäden belaufen sich jährlich auf 125 Milliarden Euro in der EU.

»Korruption ist einer der Hauptgründe, warum immer mehr junge Menschen sich von der Gesellschaft abwenden,« sagt Kristina Šperková, Koordinatorin der Human Rights Generation. »Wenn sie aktiv werden und auf die Straße gehen, begegnen sie unangemessener Gewalt durch die Polizei, von Spanien bis Island, von Griechenland bis Deutschland.«

»In Europa sehen wir heute Millionen von Kindern und Jugendlichen, die in Armut leben, zum Beispiel die neun Millionen Kinder, die bei alkoholabhängigen Eltern aufwachsen. Wir sehen immense Alkoholfolgeschäden, die unverhältnismäßig heftig junge Menschen treffen. Und trotzdem fehlt es völlig an umfassender Handlung dagegen,« erklärt Kristina von der Human Rights Generation.

»Die Menschenrechtssituation verbessert sich für junge Europäer nicht. Sie verschlechtert sich,« folgert Andrea Lavesson von ACTIVE. »Statt dieses giftigen Cocktails benötigen wir bessere Zutaten wie kosteneffektive politische Maßnahmen gegen Alkoholschäden und Korruption, Investitionen in Jugend und unsere Kreativität und Zukunftsfähigkeit um Europa zu bauen und die Schulden zurück zu zahlen.«

Presseerklärung von ACTIVE zum Internationalen Tag der Menschenrechte
Stockholm, 10.12.2011