Alkohol. Nichts ist besser.

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- Erstellt am Montag, 22. April 2013 20:29
- Geschrieben von Alkoholpolitik.de

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Am Ostersamstag führten Jugendliche auf Initiative von Juvente Alkoholtestkäufe in der Düsseldorfer Innenstadt durch. In 48 Versuchen probierten 14- bis 16-Jährige in 25 verschiedenen Geschäften an Alkohol oder Zigaretten zu kommen. Bei jedem dritten Versuch waren sie erfolgreich. Die Ergebnisse der Testkäufe wurden vom Deutschen Jugendschutz-Verband ausgewertet.
Das einzige große Warenhaus, in dem bei jedem Versuch nach dem Ausweis gefragt wurde, war GALERIA Kaufhof in der Königsallee. Insgesamt fünf mal haben Jugendliche hier versucht Sekt, Wein oder Wodka zu kaufen, jedes mal ohne Erfolg. Für dieses vorbildliche Einhalten des Jugendschutzes überreichte der Vorsitzende des Deutschen Jugendschutz-Verbands Max Vollmer am 17.04.2013 dem Geschäftsführer Lothar Mildebrath ein Jugendschutz-Zertifikat.
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Die Gesundheitsrisiken des Alkoholkonsums sind den meisten Menschen nicht bewusst. Sie glauben, Alkohol könne ihnen persönlich nichts anhaben. Eine Fehleinschätzung mit weitreichenden Folgen: Die Diagnose »Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol« ist die dritthäufigste in der Krankenhausstatistik, bei Männern sogar die häufigste Diagnose der vollstationär behandelten Patienten. Dies ist nur die Spitze des Eisberges, denn dazu kommen weitere typische Krankheiten wie alkoholbedingte Leberzirrhose, alkoholbedingte Bauchspeicheldrüsenentzündung, alkoholbedingte Krebserkrankungen sowie Unfälle und Verletzungen unter Alkoholeinfluss.
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Das Trinkverhalten ist in Deutschland unverändert auf hohem Niveau. Alkohol ist ein selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens. Die damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind kaum bekannt oder werden ignoriert. Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol 2013 wird dem Thema eine kritische Öffentlichkeit gegeben: durch tausende Veranstaltungen, Aktivitäten und Kampagnen von unzähligen Engagierten.
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Dem Fernsehsender arte ist es zu verdanken, dass er in fünf zu später Sendezeit ausgestrahlten Folgen über die Rahmenbedingungen der Alkoholprohibition in den Vereinigten Staaten ausgewogen informierte. Gab es doch in Deutschland bisher immer nur das etwas schlichte Argument, »dass die Alkoholprohibition in Amerika gescheitert sei«. Nun wurde deutlich, dass es in erster Linie die Frauenverbände waren, die es nicht mehr mit ansehen konnten, dass ein großer Teil der Arbeiter kein Geld mit nach Hause brachte, sondern es vorher bereits vertrank. Die soziale Situation der Familien war unhaltbar geworden. Diese Situation hat sich durch ein generelles Verbot relativ schnell verbessert. Es wurde aber auch deutlich, dass sich ein Gesetz nicht durchsetzen lässt, wenn es nicht von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird. Man stelle sich in der Bundesrepublik Deutschland ein Gesetz vor, welches der Bund will, das aber von den Ländern weder gewollt noch kontrolliert wird. Das geht nicht.
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