Im Hamburger Nahverkehr wird ein Alkoholverbot eingeführt. Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der Linken in der Lübecker Bürgerschaft und gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, fordert ein solches Verbot auch für Schleswig-Holstein.

Die Linke im Schleswig-Holsteinischen Landtag fordert das Kieler Verkehrsministerium dazu auf, ein landesweites Alkoholverbot im Öffentlichen Personen-Nahverkehr durchzusetzen. In vielen Regionen sei es bereits üblich, dass in Zügen und Bussen kein Alkohol getrunken werde. Das Trink-Verbot soll dazu beitragen, das Suchtmittel Alkohol mehr und mehr aus dem öffentlichen Raum zu entfernen und damit für den maßvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.

Riskanter und übermäßiger Alkoholkonsum einzelner Menschen entwickelt sich immer mehr zum Problem einer Gesellschaft, in der Alkoholkonsum normal ist. Stichworte dafür sind beispielsweise die rasant steigenden Zahlen der Kinder und Jugendlichen, die im Krankenhaus entgiftet werden müssen, weil sie zu schnell zu viel Alkohol getrunken haben. Oder die Gewalttaten, insbesondere am Wochenende, die fast alle unter Alkoholeinfluss geschehen. Oder die Verunreinigungen in Zügen, auf Bahnhöfen und in Städten als Ergebnis von öffentlichen Trinkgelagen.

Das alles muss nicht so sein, sondern es gibt viele erprobte und wissenschaftlich begründete Maßnahmen, diese alkoholbedingten Fehlentwicklungen in einer Gesellschaft zu korrigieren. Damit meinen wir nicht Verbote, sondern die konsequente Umsetzung bestehender Vorschriften auf der einen Seite und neue gesellschaftliche Vereinbarungen, um die alkoholbedingten Folgen zu minimieren und Schäden zu verhüten.

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Werden Sie aktiv und helfen Sie vor allen Dingen mit, Kindern und Jugendlichen persönliche Entwicklung ohne Suchtmittel zu ermöglichen.

Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie (BSI) führte auch in diesem Jahr zum Auftakt seines »Spirituosen-Forums« in der letzten Woche einen »Politischen Gästeabend« in Berlin durch. Wie der BSI in seiner Pressemitteilung berichtete, nahmen mehr als 210 Gäste aus der Politik, den Bundesministerien, der Wirtschaft, der Wissenschaft, den Verbänden und den Medien teil. Allerdings schien die Teilnahme am Gästeabend so etwas wie eine »geheime Kommandosache« zu sein, denn zumindest von den namentlich genannten Gästen hat niemand diesen Termin bzw. die Teilnahme an diesem Termin öffentlich gemacht. Ein kleines bisschen Unwohlsein?

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Sonnenholzner, zeigt sich erfreut über den Sinneswandel von CSU und FDP zugunsten von Aktionen gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Hatte die Regierungsmehrheit den Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion vor gut einem Jahr für die Kampagne »0,0 Promille in der Schwangerschaft« noch abgelehnt, ließ sie sich heute im Gesundheitsausschuss des Landtags überzeugen, dass diese Kampagne richtig und wichtig ist.

Alkoholpolitik