Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Sonnenholzner, zeigt sich erfreut über den Sinneswandel von CSU und FDP zugunsten von Aktionen gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Hatte die Regierungsmehrheit den Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion vor gut einem Jahr für die Kampagne »0,0 Promille in der Schwangerschaft« noch abgelehnt, ließ sie sich heute im Gesundheitsausschuss des Landtags überzeugen, dass diese Kampagne richtig und wichtig ist.

Sonnenholzner: »Wichtig ist: Schwangere, medizinisches Personal aber auch die Gesellschaft insgesamt müssen sensibilisiert werden, dass Alkoholkonsum in welcher Menge auch immer während der Schwangerschaft gefährlich ist und fatale Folgen haben kann. Das sogenannte Fetale Alkoholsyndrom ist mit etwa 4000 betroffenen Kindern pro Jahr eine der häufigsten angeborenen Behinderungen und doppelt so häufig wie das Down-Syndrom. Bei Verzicht auf Alkohol sind diese Fälle zu 100 Prozent vermeidbar!«

Da nach einer Studie der Charité aus dem Jahr 2008 immer noch 58 Prozent der Schwangeren Bier und Schnaps trinken, besteht Handlungsbedarf. Neben körperlichen Einschränkungen, seelischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten haben Betroffene auch mehr oder weniger große Einschränkungen beim Lernen. Das heißt: Das Trinkverhalten entscheidet auch über schulischen und beruflichen Erfolg. »Ich hoffe, dass mit einer gezielten Kampagne die Zahl der Betroffenen in Bayern deutlich gesenkt werden kann,« so die SPD-Gesundheitssprecherin.

Alkoholpolitik