In Deutschland nimmt die Zahl der Raucher und Alkoholkonsumenten unter Jugendlichen stetig ab. Diesen Trend bestätigte die Bundesdrogenbeauftrage Marlene Mortler Anfang April, als sie die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorstellte.

Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015

Die Zahl der Jugendlichen, die im Leben noch nicht geraucht haben, hat mit 79,1 % einen neuen Spitzenwert erreicht. Und auch regelmäßiger Alkoholkonsum, das heißt mindestens einmal die Woche, nimmt unter Jugendlichen weiter ab: im Vergleich zu den Zahlen von 2005 um 7–8 %. Jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren trinkt überhaupt keinen Alkohol.

Der wenige Alkohol, der von Jugendlichen noch getrunken wird, konzentriert sich auf eine kleine Gruppe, die dafür umso heftiger hinlangt. Das Rauschtrinken sei zwar rückläufig, doch weiterhin Besorgnis erregend, stellt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA fest.

Bei den illegalen Drogen ist Cannabis nach wie vor die mit Abstand am meisten konsumierte Substanz.

Die Drogenaffinitätsstudie der BZgA wird seit 1973 in regelmäßigen Abständen durchgeführt und ist das zentrale Instrument zur Erfassung von Trends im Suchtmittelkonsum junger Menschen in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2015 wurden über 7.004 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum von März bis Juni 2015 befragt.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden:
http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/

Alkoholpolitik