WahlzettelGuttempler helfen Suchtkranken und ihren Angehörigen. Unsere Erfahrungen liegen vor allen Dingen in den Arbeitsfeldern Sucht-Selbsthilfe, Alkoholabhängigkeit, Alkoholprävention und Alkoholpolitik. In unserem Verband kommen mehr als 400 Selbsthilfegruppen zu wöchentlichen Treffen zusammen.

Uns geht es darum, dass weniger Menschen in unserem Land durch Alkoholkonsum beeinträchtigt werden. Das bezieht sich vor allen Dingen auf die zehn Prozent der Bevölkerung – also mehr als acht Millionen Menschen –, die allein über 50 % der alkoholischen Getränke konsumieren.

Das bisher im baselstädtischen Gastgewerbegesetz festgeschriebene Alkoholverkaufsverbot in Jugendzentren soll ersatzlos gestrichen werden, beschloss im Dezember 2016 das Kantonsparlament, der Große Rat. Damit waren suchtpräventions- und jugendschutzpolitische Kreise – an vorderster Front IOGT Basel und KiM – nicht einverstanden und ergriffen das Referendum.

Die heutigen Einschränkungen des Alkoholmarketings schützen Jugendliche nicht

Collage AlkoholwerbungFührende Gesundheitsexperten warnen, dass Jugendliche in allen Ländern der Welt den umfangreichen Alkohol-Werbemaßnahmen gegenüber ungeschützt ausgesetzt sind. Die heutigen Werbe-Einschränkungen erweisen sich als wirkungslos um das Trinkverhalten zu beeinflussen.

Alkohol ist Ursache Nummer 1 für Todesfälle und Behinderungen bei jungen Männern zwischen 15 und 24 Jahren in nahezu allen Regionen der Welt. In den wohlhabenden Ländern gilt dies auch für junge Frauen.

In Ljubljana (Slowenien) ging am 23.11.16 die 7. Europäische Alkoholpolitik-Konferenz zu Ende. Auf Einladung der Slowenischen Regierung und in der Verantwortung von EuroCare, dem europäischen Zusammenschluss von Organisationen, die sich für eine effektive Alkoholpolitik einsetzen, trafen sich fast 400 Mitarbeiter*innen aus allen europäischen Staaten, aus Russland, den USA sowie aus Staaten in Asien und Afrika. Es waren dieses Mal besonders viele Mitarbeiter*innen aus den Gesundheitsministerien anwesend, aber die Mehrheit stellten nach wie vor die NGOs, die Nicht-Regierungsorganisationen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen und auf unterschiedliche Art und Weise für Menschen mit Suchtproblemen einsetzen.

Alkoholpolitik